Steeler Bürgerbündnis

Picknick gegen rechte Bürgerwehr: OB fordert Zivilcourage

Zahlreiche Teilnehmer tummelten sich zum Tag der offenen Gesellschaft auf den Steeler Ruhrwiesen: Dorthin hatte das Steeler Bürgerbündnis zum Picknick eingeladen.

Zahlreiche Teilnehmer tummelten sich zum Tag der offenen Gesellschaft auf den Steeler Ruhrwiesen: Dorthin hatte das Steeler Bürgerbündnis zum Picknick eingeladen.

Foto: Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Essen-Steele.  Das Bürgerbündnis hatte zum Picknick für ein solidarisches Steele eingeladen – auch Thomas Kufen kam. Lob für starke Rede des Oberbürgermeisters.

Das Steeler Bürgerbündnis hatte zum bundesweiten Tag der offenen Gesellschaft (15. Juni) zum Picknick auf die Ruhrwiesen in Steele eingeladen und zahlreiche Bürger folgten dieser Einladung: Auf Picknickdecken und Biergartenbänken kamen die Teilnehmer unter dem Motto zusammen: „Steele pfeift auf eine rechte Bürgerwehr – für ein solidarisches Steele“. Neben Musik und Kinderspielen gehörten Grußworte des Oberbürgermeisters Thomas Kufen zum Programm.

Hintergrund für Aktionen des Steeler Bürgerbündnisses sind die angespannte Situation im Stadtteil und der damit verbundene Protest gegen die selbst ernannte Bürgerwehr „Steeler Jungs“, die sich donnerstags in Steeles City trifft. Zu den Protestaktionen gegen diese Treffen gehören Kundgebungen des Bürgerbündnisses und nun auch das Picknick. Bei diesem dankte der Oberbürgermeister den Steelern, die den Mut haben sich zu positionieren gegen diejenigen, die die Gesellschaft spalten und Angst verbreiten wollen.

Oberbürgermeister spricht sich für Zivilcourage aus

In seiner Ansprache ging es vor allem um Solidarität und Menschlichkeit und um den Appell: „Zivilcourage kann jeder jeden Tag zeigen.“ Der OB stehe an der Seite derjenigen, die für Toleranz und eine bunte Gesellschaft stünden. Die Steeler Jungs aber seien nicht Steele, denn Steele sei bunt und vielfältig, sagte Thomas Kufen und erntete Kommentare wie „starke Rede“.

Ein starkes Zeichen für ein solidarisches, humanes und weltoffenes Steele haben auch die Veranstalter setzen wollen. Aufgerufen zum Picknick hatte das Steeler Bürgerbündnis. Angeschlossen haben sich dann SPD, Grüne, die Linken, die evangelische Kirchengemeinde, die türkisch-islamische Gemeinde, das Kulturzentrum Grend und von den Kaufleuten der Inhaber des Naturkostladens.

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