Polizeiumzug

Polizeiwache Essen-Margarethenhöhe soll nach Bredeney ziehen

Das Haus, in dem sich die Polizeiwache Essen-Margarethenhöhe an der Sommerburgstraße befindet, fällt durch seine markante Form auf.

Das Haus, in dem sich die Polizeiwache Essen-Margarethenhöhe an der Sommerburgstraße befindet, fällt durch seine markante Form auf.

Foto: André Hirtz / FUNKE Foto Services

Essen-Margarethenhöhe.  Die Bezirksbeamten von der Margarethenhöhe sollen mit der Polizeischule ab 2020 in Bredeney untergebracht werden. An den Plänen gibt es Kritik.

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Die Polizeiwache auf der Margarethenhöhe in Essen soll im kommenden Jahr geschlossen werden. Die Bezirksbeamten sollen im Zuge des Umzugs der Polizeischule zum ehemaligen Karstadt-Gelände an der Theodor-Althoff-Straße ebenfalls dort untergebracht werden. Die Bürgerschaft Margarethenhöhe und die Margarethe-Krupp-Stiftung bedauern das.

Polizeisprecher Christoph Wickhorst bestätigt die Umzugspläne. Es sei geplant, die bezirksbeamtliche Anlaufstelle von der Margarethenhöhe nach Bredeney zu verlegen. Das sei nicht weit entfernt vom bisherigen Standort und die beiden Kollegen sollten natürlich weiterhin, zum Beispiel zu Marktzeiten, auf der Margarethenhöhe Präsenz zeigen.

Bezirksbeamte sollen weiter auf der Margarethenhöhe unterwegs sein

„Die Kollegen werden weiterhin im Stadtteil unterwegs sein, unterstützt auch von der mobilen Wache“, sagt Wickhorst. Die beiden Kollegen, die auch für Haarzopf und Fulerum zuständig seien, sollten 75 Prozent ihrer Dienstzeit auf der Straße unterwegs und so für die Bürger ansprechbar sein.

In Bredeney könnten die Kollegen sie unterstützen und auch Vertretungen könnten einfacher geregelt werden. Es sei auch sinnvoll, dass im Krankheits- und Urlaubsfall nicht ein Kollege ganz allein auf der Wache Dienst habe. „Da hat sich die Sicherheitslage geändert. In Bredeney sind ganz andere Sicherungsmaßnahmen möglich“, so Wickhorst. Wann der Umzug genau erfolgen werde, stehe noch nicht fest. Geplant sei er für das kommende Jahr.

Vorstand der Margarethe-Krupp-Stiftung hält Präsenz der Polizei für wichtig

Bei der Margarethe-Krupp-Stiftung bedauere man den von der Polizei geplanten Umzug sehr, so Vorstand Michael Flachmann. „Ich habe von den Zusammenlegungsbestrebungen der Polizei gehört, würde mich aber sehr freuen, wenn man die Pläne noch einmal überdenken würde. Ich halte die Präsenz auf der Margarethenhöhe für sehr wichtig“, so Flachmann. Er hoffe, dass es in Sachen Umzug noch Gesprächspotenzial gebe. „Ich bin mehr als traurig, wenn die Wache schließt. Die passte hier gut her und die beiden Beamten waren immer für die Menschen ansprechbar“, so Flachmann.

Gegen den geplanten Wegzug der Polizei spricht sich auch Jürgen Malone, Mitglied im Vorstand der Bürgerschaft Margarethenhöhe, aus. „Dann haben die Bürger hier keinen Ansprechpartner mehr vor Ort“, befürchtet er. Er stehe einem solchen Umzug als Bürgerschaft sehr skeptisch gegenüber. Seit 1909, dem Beginn der Planung und des Baus der Margarethenhöhe durch Georg Metzendorf, sei die Polizeiwache fester Bestandteil der Infrastruktur der Margarethenhöhe gewesen, und das nicht ohne Grund.

Wichtige Ansprechpartner für Kinder und ältere Menschen

Die im Stadtteil bekannten Bezirksbeamten seien, so Malone, insbesondere für Kinder und ältere Bewohner mit ihren festen Sprechstunden auf der Wache Sommerburgstraße und ihrer persönlichen Präsenz vor Ort für das Sicherheitsgefühl der Menschen von großer Bedeutung. „Damit haben die Bewohner der Margarethenhöhe feste und ihnen bekannte Ansprechpartner. Dies wäre bei einer Konzentration in Bredeney nicht der Fall“, befürchtet Jürgen Malone – Bedenken, die Polizeisprecher Wickhorst nicht teilt, da die gleichen Kollegen für die Stadtteile zuständig blieben und dort auch weiter unterwegs sein sollen.

Christian Henkes, Vorsitzender der Bürgerschaft Margarethenhöhe, kündigt an: „Wir wollen das Thema auf eine andere Ebene heben, das Problem ordentlich anpacken und eine Lösung finden.“

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