Brand

Brennender Teppichberg: Ermittlungen der Kripo dauern an

Ein meterhoher Berg alter Teppiche ist am Dienstag in Brand geraten. Die Löscharbeiten dauerten auch die gesamte Nacht über an.

Ein meterhoher Berg alter Teppiche ist am Dienstag in Brand geraten. Die Löscharbeiten dauerten auch die gesamte Nacht über an.

Foto: DPA

Essen.  Die Feuerwehr wird auch am Mittwoch mit Nachlöscharbeiten im Essener Norden beschäftigt sein. Dort war Dienstag ein Teppichberg in Brand geraten.

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Über 24 Stunden war die Essener Feuerwehr bei einem Großbrand im Norden der Stadt im Einsatz. Auf dem Gelände eines Recycling-Unternehmens an der Straße „Zur Halbinsel“ war am Dienstagmittag ein riesiger Haufen aus alten Teppichen sowie Altschrott in Flammen geraten. Zwar sei der Brand bereits seit Dienstagabend unter Kontrolle, berichtete Feuerwehrsprecher Mike Filzen, aber bis Mittwochnachmittag war die Wehr mit Löscharbeiten beschäftigt.

Auch am Donnerstag war weiterhin unklar, wie es zu dem Brand kommen konnte. Die Kriminalpolizei ermittelt weiter.

Um 15 Uhr wurden die Löscharbeiten laut Feuerwehr eingestellt. Gegen 18 und 21 Uhr rücken die Einsatzkräfte aber nochmal aus und kontrollieren im Rahmen der sogenannten "Brandnachschauen". "Wenn die Einsatzstelle dann 'kalt' ist, kann morgen früh die Übergabe an den Eigentümer erfolgen", erklärte Feuerwehrsprecher Mike Filzen.

Feuerwehr suchte am Mittwoch nach Glutnestern

Bis Mittwochnachmittag war die Feuerwehr mit einem Löschfahrzeug und einer Drehleiter vor Ort. Dabei wurden die Einsatzkräfte sowohl vom THW als auch von Mitarbeitern des betroffenen Betriebes unterstützt. Diese halfen nach Angaben der Feuerwehr mit Baggern aus, um die Glutnester auseinander zu ziehen.

Filzen schätzte am Dienstag, dass der Teppich-Berg circa sieben bis acht Meter hoch ist. Der Berg habe schätzungsweise eine Grundfläche von 30 mal 50 Metern, so Filzen. Auch 20 Schrottfahrzeuge fielen den Flammen zum Opfer. Einen Bagger im Wert von 100.000 Euro konnten die Einsatzkräfte sichern. Gegen 15.30 Uhr waren rund 70 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr vor Ort.

„Die Löschmaßnahmen zeigen Wirkung“, so Filzen gegen 15.30 Uhr. Die Rauchentwicklung lasse langsam nach, aber das Feuer sei noch nicht unter Kontrolle. Um 17.30 Uhr berichtete Filzen: „Die Warnung vor Geruchsbelästigung ist aufgehoben worden.“ Die Feuerwehrleute waren zunächst damit beschäftigt, Schaum auf die Brandstelle zu legen, um einen Erstickungseffekt zu erzielen. Der brennende „Teppichhaufen“ wurde dann mit einem Greifer auseinandergezogen und portionsweise gelöscht.

Nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr gibt es keine Verletzten.

Auf dem Firmengelände wurden früher Teppiche und Matratzen recycelt wurden. Seit zwei Jahren wird das Areal von einem Altmetall-Verwerter genutzt. Dieser habe den Teppichberg vom Vorgänger übernommen, eine Entsorgung war eingeleitet.

Rauchwolke in der Essener Innenstadt, Bottrop oder Oberhausen sichtbar

Polizei und Feuerwehr waren am Dienstag gegen 13.30 Uhr zu dem Brand im Industriegebiet in Essen-Bergeborbeck gerufen worden. Die Rauchwolke war weithin sichtbar – unter anderem in Bottrop, Oberhausen, Mülheim und der Essener Innenstadt.

Auch die Feuerwehr Bottrop warnte über die Warn-App Nina vor möglichen Geruchsbelästigungen. Eine Gesundheitsgefahr bestehe aber nicht, sagt die Bottroper Feuerwehr. Außerdem bat sie darum, die Notrufnummern von Polizei und Feuerwehr für Notrufe frei zu halten.

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