Rüttenscheider Musiknacht

Riesiger Andrang und volle Kneipen bei der Musiknacht

Der Andrang bei der Rüttenscheider Musiknacht war so riesig, dass nicht jeder Gast die Kneipe ansteuern konnte, die er sich ausgesucht hatte.

Foto: Socrates Tassos

Der Andrang bei der Rüttenscheider Musiknacht war so riesig, dass nicht jeder Gast die Kneipe ansteuern konnte, die er sich ausgesucht hatte.

Essen.  Rund 2000 Besucher feiern in Rüttenscheids Kneipen bei Live-Musik. Gäste können zwölf Lokale ansteuern. Andrang führt auch zu Einlassstopp.

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Ausgelassene Stimmung, überfüllte Kneipen und jede Menge guter Bands – die 18. Auflage der Rüttenscheider Musiknacht war ein verheißungsvoller Start in die warme Jahreszeit. Rund 2000 Besucher sind gekommen, ziehen die Organisatoren am Tag danach zufrieden Bilanz.

Am Abend davor: So voll hat man die Rü in diesem Jahr noch nicht erlebt, das liegt nicht nur an den zwölf Kneipen, die an der großen Musikparty entlang und rund um die Rü teilnehmen. Auch gefühlt mindestens zehn feucht-fröhliche Junggesellen und -gesellinnenabschiede in diversen Verkleidungen ziehen durchs Viertel. Und mischen sich unter die Menge.

Nicht alle haben Verständnis

Bereits kurz nach 20 Uhr ist an mehreren Spielorten kein Einlass mehr möglich ist. So zum Beispiel in der zugegebenermaßen sehr kleinen Weinbar Emma 2, die erstmals an der Musiknacht teilnimmt. Viele Besucher, die sich auf den Soulsänger Jesse Lee Davis gefreut haben, kehren unverrichteter Dinge um – nicht alle mehr sind gut gelaunt. „Was habe ich von einer Musiknacht, wenn ich die Musik nicht hören kann“, schimpft ein älterer Herr. Kurze Zeit später steht derselbe Besucher vor dem Plan B, wo die Partyband Jam-Inc gerade voll aufdreht. Und wird dort ebenso zunächst abgewiesen. „Hier geht nichts mehr“, sagen die Sicherheitsleute.

Dann also zum Müllers an der Rü, das ebenfalls sein Debüt bei der

Musiknacht feiert: Auch hier ist es eng und heiß. Während mutige Kellner voll beladene Tabletts über die Köpfe balancieren, die letzten Wochenendeinkäufer per Rolltreppe aus dem Supermarkt im Untergeschoss hervorschweben, bringen Benny & Joyce mit ihren gewohnt guten Interpretationen moderner Popsongs das Publikum zum Tanzen. Obwohl das, eingeklemmt zwischen Rolltreppe und Theke, eigentlich kaum möglich ist. Was die Frage aufwirft, ob dieser Spielort wie manch anderer für dieses Format wirklich geeignet ist.

Später geht die Feier weiter auf den Aftershowparties

Besucher ziehen schließlich im Laufe des Abends lieber Richtung Rüttenscheider Hausbrauerei, Meat und Fritzpatrick – alle drei Gastronomien sind alte Hasen in Sachen Musiknacht. Besonders im Irish Pub geht die Party richtig ab – dafür sorgt die achtköpfige Band Feel Fine, die gut gelaunt einen Funk-Klassiker nach dem anderen zum Besten gibt. Schwitzen und Tanzen – das kennt man aus dem Fritzpatrick. Guten Cover-Rock gibt es auch im Meat mit der Nil-Band, während die Schlagerfreunde in der Hausbrauerei auf ihre Kosten kommen: Die Diana Stern Band hat das lautstark singende Publikum schnell auf seiner Seite.

Genauso begeistert gesungen, getanzt und geschwitzt wird bis weit nach Mitternacht im Früher oder Später: Dort sind bereits zum fünften Mal die Candidates zu Gast. Die fünf älteren Herren zeigen erneut ein beeindruckendes Durchhaltevermögen: Über vier Stunden liefern sie Hit für Hit – von Led Zeppelin bis Deep Purple, von Queen bis Stones – und heizen den Besuchern mächtig ein. Die danken es mit jubelnden Beifall. Es dauert noch bis zum Morgengrauen, bis die letzten Besucher nach Hause ziehen: Bis dahin feiern diese auf den vier Aftershowparties kräftig weiter.

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