Jugendarbeit

Essener Jugendforum, eine Plattform für junge Menschen

Gespannt: D-Scout Hanan Sayili, Jessica Krupp (Jugendamt), Detlef Black (Die Falken) und Laura Maria Reck (D-Scout/v.l.). Zudem dabei im Vorbereitungsteam für den 11. März: D-Scout Janine Stolle und Angelika Actun (Die Falken).

Foto: Stefan Arend

Gespannt: D-Scout Hanan Sayili, Jessica Krupp (Jugendamt), Detlef Black (Die Falken) und Laura Maria Reck (D-Scout/v.l.). Zudem dabei im Vorbereitungsteam für den 11. März: D-Scout Janine Stolle und Angelika Actun (Die Falken).

Essen-Holsterhausen.   Mit dem Jugendforum im Stadtbezirk III am 11. März wollen Falken und Jugendamt jungen Leuten eine Möglichkeit bieten, eigene Wünsche umzusetzen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Eine genaue Zahl ist nicht bekannt, mit rund 15 000 ist der Bezirk III jedoch der mit den meisten Jugendlichen in der Stadt. Viele junge Leute, die viele Ideen, noch mehr Wünsche, Hoffnungen und sicherlich auch Sorgen haben, oft jedoch keine Ansprechpartner oder Anlaufstellen. Oder zumindest keine geeigneten. Höchste Zeit also, ihnen eine Plattform zu bieten und das Pferd einmal auf Augenhöhe aufzuzäumen.

Und so steigt am übernächsten Sonntag, am 11. März, zwischen 12 und etwa 18 Uhr in der Gesamtschule Holsterhausen an der Böcklinstraße 27 das 1. Jugendforum im Bezirk III. Wer mindestens 14 ist und in Holsterhausen lebt, auf der Margarethenhöhe, in Frohnhausen und Fulerum, Haarzopf oder Altendorf, der sollte einfach mal vorbeischauen. Zu jammern und zu schimpfen, ist leicht, das kann jeder. Aber nur wer sich einmischt und mitmischt, der kann am Ende auch mitbestimmen.

Slogan: „Hol dir deine Stadt zurück“

„Hol dir deine Stadt zurück“, heißt es im Einladungsslogan bewusst plakativ. Detlef Black, Geschäftsführer der Essener Falken, die bei der Aktion im Bezirk III zusammen mit dem Jugendamt den Hut aufhaben: „Politik wird doch überwiegend von älteren Menschen gemacht. Die jungen Leute indes werden häufig übersehen oder sogar als störend empfunden.“

So war es letztlich eine Frage der Zeit, ein Aktion aufzulegen, bei der Jugendliche reden sollen, aber auch machen müssen. Zur Orientierung und als eine Art Bindeglied wurden bislang elf „Demokratie-Scouts“ gefunden, die am Ende ihre Erfahrung weitergeben sollen.

„Deine Idee. Deine Stadt. Du zählst. Du kannst verändern.“ Was Angelika Actun (Die Falken) und die von ihr geschulten D-Scouts wie Janine Stolle, Hanan Sayili oder Laura Maria Reck den jungen Menschen mitgeben wollen, sind in erster Linie gute Tipps, Respekt und ein gutes Gefühl. Vor allem das Gefühl, ernst genommen zu werden. Dass sich lange nicht jeder Wunsch erfüllen lässt, liegt zwar auf der Hand, oft sind es aber auch die vermeintlichen Kleinigkeiten, die große Zufriedenheit auslösen.

„Wir möchten mindestens 40 Jugendliche erreichen“, hofft Actun gleichwohl auf eine größere Resonanz am übernächsten Sonntag. Dann werden vor Ort Gruppen gebildet und Fahrpläne aufgestellt für das, was es zu verbessern gilt.

Den recht heruntergekommenen Bolzplatz an der Cranachstraße wieder in Schuss zu bringen, wäre zum Beispiel ein Schritt in die richtige Richtung, es muss ja nicht gleich eine ganze Parkouranlage sein. Obwohl: Wenn man die richtigen Leute fragt, die dann die richtigen Quellen anzapfen . . . Man muss sich nur trauen. Und machen.

>>ESSENER NORDEN HAT VORBILDCHARAKTER

Eine Art Vorbildcharakter hat das Jugendforum im Essener Norden, das bislang einzige der Stadt. Dort wünschten sich Jugendliche eine Parkouranlage auf Zollverein, was auch klappte. Detlef Black: „So ist auch die Idee für den Bezirk IIIentstanden.“ Geht’s nach dem Geschäftsführer der Essener Falken, wird nach und nach in allen Bezirken ein Jugendforum etabliert.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik