Gemarkenstraße

Musiknacht soll Essen-Holsterhausen lebenswerter machen

Harald Hagen von der Initiative "Wir sind Holsterhausen" ist stolz auf die Pflanzen an 34 Laternen an der Gemarkenstraße. Sein nächster Plan: eine Musiknacht in Holsterhausen.

Harald Hagen von der Initiative "Wir sind Holsterhausen" ist stolz auf die Pflanzen an 34 Laternen an der Gemarkenstraße. Sein nächster Plan: eine Musiknacht in Holsterhausen.

Foto: Julia Tillmann / FUNKE Foto Services

Essen-Holsterhausen.  Blumenampeln haben Essen-Holsterhausen verschönert. Nun plant die Initiative „Wir sind Holsterhausen“ den nächsten Schritt: eine Musiknacht.

Bunte Blumenampeln schmücken die Ränder der Gemarkenstraße. Blühend und dicht bewachsen hängen sie seit Mai an 34 Laternen auf der Gemarken- und der Cranachstraße.

14 Monate habe es gedauert bis die Genehmigung da war, sagt Harald Hagen von der der Initiative „Wir sind Holsterhausen“. Doch das Warten und das Durchhaltevermögen hat sich ausgezahlt. „Wir bekommen viel positive Resonanz von den Bürgern hier in Holsterhausen“, sagt Hagen.

Doch zwischen der Euphorie gebe es auch einige kritische Stimmen. „Viele verstehen nicht, warum jede Woche ein Wagen zum Gießen der Blumen kommt.“ Der Regen würde doch reichen, da bräuchte man nicht noch extra gießen, bemängelten einige das Projekt.

Initiative „Wir sind Holsterhausen“ hofft auf Unterstützung

Allerdings würden nicht die Blumen direkt gegossen, sondern ein Behälter unter den Blumen befüllt, erklärt Hagen. Diese Behälter fassen jeweils 12,5 Liter und werden jede Woche wieder aufgefüllt. „Die Pflanzen ziehen sich dann so viel Wasser wie sie brauchen.“ Zudem seien einige Bürger und Ladenbesitzer auf der Gemarkenstraße frustriert, dass vor ihrem Laden keine Pflanzen hängen. Das habe aber immer einen Grund – meistens sei die Verkehrssicherheit gefährdet. „Ampeln beispielsweise müssen schließlich immer zu sehen sein“, so Hagen.

Voraussichtlich im November werden die Blumen von den Laternen entfernt. Um auch im nächsten Jahr das Projekt wieder auf die Beine stellen zu können, hofft Hagen auf die Unterstützung der Bürger, Geschäftsleute und Vermieter. „Ich brauche ein deutliches Signal: Das wollen wir noch einmal haben.“ Vor allem die finanzielle Unterstützung sei wichtig. Eine Blumenampel kostet 200 Euro. Darin enthalten sind die Aufzucht, das Anbringen, die Bewässerung sowie die Pflege der Pflanzen.

Nächster Schritt: Musiknacht

Die Blumenampeln sind einer von vielen Schritten, um den Stadtteil lebenswerter, sicherer und schöner zu machen. Nun wagt die Initiative den nächsten Schritt: Die erste Holsterhauser Musiknacht soll für noch mehr Lebensqualität im Stadtteil sorgen. Bei einer Befragung sei herausgekommen, dass die meisten Bürger sich mehr Events und Veranstaltungen in Holsterhausen wünschten, so Hagen. Mit den beiden Straßenmusikfesten, das letzte fand im Juni statt, sei die Idee entstanden. „Nun wollen wir das noch etwas größer aufziehen.“

In sechs Locations auf der Gemarkenstraße werden am Mittwoch, 2. Oktober, sieben Bands auftreten. Jede Musikrichtung wird dabei vertreten sein. „So sollte für jeden was dabei sein“, sagt Hagen. Unter anderem wird Daniel Gardenier im Eiscafé Tosca auftreten. Für eine Spende von drei Euro können die Besucher ab 19 Uhr durch die Cafés und Locations ziehen und zur Musik der unterschiedlichen Bands feiern.

„Wir wollen damit auf keinen Fall zu einer Konkurrenz von der Rüttenscheid Musiknacht werden – das würden wir eh nicht schaffen“, sagt Hagen. „Wir möchten einfach den Bürgern hier in Holsterhausen etwas bieten, damit sie vor ihrer eigenen Haustür mehr erleben können.“

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