Schwimmbäder

Schwimmzentrum schließt im Mai: Öffnet das Grugabad länger?

Bleibt von Ende Mai bis Oktober 2019 wegen Sanierungsarbeiten geschlossen: das Schwimmzentrum Rüttenscheid an der Von-Einem-Straße in Essen.

Bleibt von Ende Mai bis Oktober 2019 wegen Sanierungsarbeiten geschlossen: das Schwimmzentrum Rüttenscheid an der Von-Einem-Straße in Essen.

Foto: Socrates Tassos

Essen.   Das Rüttenscheider Schwimmzentrum wird monatelang saniert. Essener Schwimmfans hoffen nun, dass in dieser Zeit das Grugabad länger öffnet.

Kurz nachdem die Stadt Anfang Mai in die Freibad-Saison startet, verabschiedet sich eins der Essener Hallenbäder in eine monatelange Pause: Am 24. Mai schließt das Schwimmzentrum Rüttenscheid an der Von-Einem-Straße, weil dort umfassende Reparaturarbeiten anstehen. „Wir werden für rund 1,4 Millionen Euro die Lüftungs- und Steuerungstechnik ertüchtigen“, sagt Kurt Uhlendahl, zuständiger Abteilungsleiter bei den Sport- und Bäderbetrieben. Die Arbeiten sollen bis zu den Herbstferien beendet sein.

2018 sorgte die Mittagspause im Grugabad für Unmut

Grugabad-Stammgast Petra Jüssen sieht die Schließung des Schwimmzentrums auch als Chance: „Könnte man da nicht das Rüttenscheider Personal leihweise dem Grugabad zur Verfügung stellen?“, fragt sie. Dann, so ihr Vorschlag, könnte Essens größtes Freibad endlich auch wochentags durchgehend geöffnet werden. In den vergangenen Jahren galten in der Woche stets Kernöffnungszeiten: Das Bad öffnete von 6 bis 10 Uhr, schloss dann für vier Stunden und öffnete anschließend von 14 bis 20 Uhr wieder. Was viele Badegäste als unnötige Mittagspause beklagten, erklärten die Sport- und Bäderbetriebe mit ein Einsparungen bei Personal- und Betriebskosten. Nur an Wochenenden und in den Schulsommerferien öffnete das Grugabad durchgehend.

Gerade im Supersommer 2018 sorgte die Regelung bei vielen Badegästen für Unverständnis: An einigen heißen Tagen campierten in der Mittagszeit Badegäste vor dem Grugabad, die fest davon ausgegangen waren, dass angesichts der Hitze auf die vierstündige Schließung verzichtet würde. Doch die Bäderbetriebe verwiesen darauf, dass man Dank der Kernöffnungszeit eine Schicht einspare – das sei auch wegen der Personalnot wichtig.

Schwimmzentrum-Personal könnte im Grugabad helfen

Mit dem Personal aus Rüttenscheid könne man solche Lücken ja schließen, meint Petra Jüssen. Doch das mag Kurt Uhlendahl so nicht stehen lassen: „Es müssen während der Arbeiten auch einige Angestellte im Schwimmzentrum bleiben, vor allem Techniker.“ Außerdem sei noch nicht abschließend geklärt, in welches Bad die Leistungsschwimmer und Triathleten ausweichen, die sonst in Rüttenscheid trainieren. Man werde ihnen wohl Bahnzeiten im Thurmfeld-Bad und im Grugabad zur Verfügung stellen. Erst wenn es hier einen genauen Zeitplan gebe, könne man auch über den exakten Personaleinsatz nachdenken.

Eine gute Nachricht kann Uhlendahl immerhin schon vermelden: Die Suche nach Saisonkräften gestalte sich zwar wie immer schwierig, doch die Lage sei nicht ganz so prekär wie im vergangenen Jahr. Ein wenig Hoffnung auf ausgedehntere Öffnungszeiten besteht also noch.

>> STADT SUCHT SAISONKRÄFTE FÜR FREIBÄDER

  • Wer sich in der Freibad-Saison für eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit als Rettungsschwimmer, Kassen- oder Servicekraft interessiert, meldet sich bei den Sport- und Bäderbetrieben Essen unter den Telefonnummern 0201-88-52 235 und 88-52 234.

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