Großfahndung

Serienvergewaltiger: Polizei bittet Männer zur Speichelprobe

Im Zuge der Fahndung nach dem Serien-Vergewaltiger von Essen-Stadtwald hat die Polizei erste Speichelproben genommen.

Im Zuge der Fahndung nach dem Serien-Vergewaltiger von Essen-Stadtwald hat die Polizei erste Speichelproben genommen.

Foto: Haumann

Essen.   Im Zuge der Fahndung nach dem Sexualtäter von Essen-Stadtwald haben mehrere Männer Besuch von der Polizei bekommen. DNA-Spuren werden verglichen.

Bei der Fahndung nach dem Serienvergewaltiger von Essen-Stadtwald hat die Essener Polizei die ersten Männer um Speichelproben gebeten. Dies berichtete Polizeisprecher Peter Elke am Mittwoch auf Nachfrage dieser Zeitung. Dies sei bereits in mehreren Fällen geschehen. Eine genaue Zahl nannte Elke nicht.

Grundlage für das Vorgehen seien konkrete Hinweise auf Personen, von denen Zeugen meinten, dass sie eine gewisse Ähnlichkeit mit dem am 7. März von der Polizei veröffentlichten Phantombild des Täters besäßen.

Die Proben und die zumindest an den ersten beiden Tatorten gesicherten Spuren werden nun miteinander verglichen – in der Hoffnung eine Übereinstimmung zu finden, die zu dem mutmaßlichen Täter führen könnte. Ergibt sich bei der Untersuchung kein Treffer, werden die Speichelproben vernichtet, so die Polizei. Gleichzeitig läuft ein Abgleich der Vergewaltigungsspuren mit der DNA-Analysedatei des Bundeskriminalamtes, in denen genetische Profile von überführten Straftätern gespeichert sind.

Nach wie vor hat die Ermittlungskommission noch keine heiße Spur zu dem Mann, dem drei Sexualstraftaten – zwei versuchte Vergewaltigungen und eine vollendete zwischen Mitte Dezember und Rosenmontag – zur Last gelegt werden. Die Tatorte befanden sich auf der Lerchenstraße, auf der Wittenbergstraße/Höhe Schillerwiese und auf der Frankenstraße.

Maßnahmen vor Ort werden fortgesetzt

Weiterhin gehen bei der Polizei jede Menge Hinweise auf mögliche Tatverdächtige ein, sagte Elke. Jede einzelne Information werde „mit sehr viel Akribie überprüft“, um des Serien-Vergewaltigers habhaft zu werden.

Auch die Maßnahmen vor Ort werden fortgesetzt, so der Polizeisprecher: „Wir werden weiter Streife laufen.“ Noch am Montagabend hat die Polizei auf der Frankenstraße am Stadtwald Flugblätter mit einem Phantombild des mutmaßlichen Serientäters an Autofahrer verteilt. Ebenso wurden Linienbusse der Ruhrbahn angehalten, Fahrgäste überprüft und befragt.

Der gesuchte Sexualstraftäter vom Stadtwaldplatz ist etwa 50 Jahre alt, 1,70 Meter groß, 80 bis 90 Kilogramm schwer, kräftig und muskulös. Er war mit einem Messer bewaffnet, trug eine schwarze Mütze und dunkle Kleidung.

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