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Sophie Scholl im Theater Courage: Die Gräuel nicht vergessen

Szene aus „Sophie Scholl  – Die letzte Nacht" mit Gabi Dauenhauer als Else Gebel (li.) und Ariane Raspe als Sophie Scholl.Foto:Christof Köpsel

Szene aus „Sophie Scholl – Die letzte Nacht" mit Gabi Dauenhauer als Else Gebel (li.) und Ariane Raspe als Sophie Scholl.Foto:Christof Köpsel

Essen.   Theater Courage zeigt „Sophie Scholl – Die letzte Nacht“. Stück erinnert an Widerstandskämpferin, die 1943 von den Nazis hingerichtet wurde.

Sie nimmt im Programm des Theaters Courage eine eher ungewöhnliche Rolle ein zwischen „Stützstrumpfkillern“ und Rüttenscheider Großstadtcowboys: Der bekannten Widerstandskämpferin Sophie Scholl widmet das Rüttenscheider Theater seine nächste Inszenierung, die am Mittwoch Premiere hat.

Im zweiten Jahr der Projektreihe „Außenseiter und Verfolgte“ beschäftigt sich das Theater Courage mit dem Widerstand im Dritten Reich und dem Kampf gegen die Nazi-Tyrannei. „Sophie Scholl – Die letzte Nacht“ fällt zwischen den Komödien, Musicals und Erotik-Dramen, die den Courage-Spielplan ansonsten bestimmen, deutlich aus dem Rahmen. „Diese Zeit treibt mich einfach um und bewegt mich ganz besonders“, sagt Autorin und Regisseurin Gabi Dauenhauer. Aus diesem Grund und um die Gräuel im Gedächtnis zu erhalten, zeigen die Schauspieler den letzten Tag der jungen Münchnerin, die gemeinsam mit ihrem Bruder Hans zum Kern der Widerstandsorganisation Weiße Rose gehört, Flugblätter verteilt und sich mit Anti-Hitler-Parolen gegen das NS-Regime wehrt. Bis sie mit nicht einmal 22 Jahren im Februar 1943 von den Nationalsozialisten hingerichtet wird. Das Stück schildert ihre letzten Tage – von ihrer Verurteilung durch Hitlers Blutrichter Roland Freisler, gespielt von Peter-Maria Anselstetter, bis hin zur Vollstreckung des Todesurteils.

Im Stück erzählt Sophie Scholl ihrer Zellengenossin Else Gebel, gespielt von Gabi Dauenhauer, aus ihrem Leben, von ihren Aktivitäten gegen das Naziregime und von ihrer Verhaftung. In Rückblenden ist zu sehen, wie Sophie Scholl für ihre Überzeugungen kämpfte, von einem Hausmeister verraten wurde, um schließlich von der Gestapo verhaftet zu werden. Ihre letzte Nacht in Gefangenschaft stehen beide gemeinsam durch.

Auf dem Weg zum Schafott

Für Ariane Raspe, die Sophie Scholl verkörpert, ist diese Rolle ausgesprochen wichtig. „Ich habe großen Respekt vor Rollen, die real existiert haben“, sagt die Darstellerin. „Gerade Todesangst zu spielen, ist eine besondere Herausforderung.“

So werden die Gräuel durch das NS-Regime immer wieder thematisiert, wenn Schauspieler Falk Hagen als Gestapo-Mann in den Verhören alles daran setzt, den Geist der jungen Gefangenen zu brechen. Hagen spielt außerdem den Bruder von Sophie, Hans Scholl. Zusammen mit seiner Schwester tritt er am Ende des Abends den Weg zum Schafott an.

Informationen zu Terminen und Tickets

„Sophie Scholl. Die letzte Nacht“ feiert am Mittwoch, 12. September, um 20 Uhr im Theater Courage an der Goethestraße 67 Premiere. Weitere Vorstellungen gibt es am 26. September, 20 Uhr, und am 10. Oktober, 20 Uhr.

Tickets (12 /erm. 10 Euro) unter 791466 und www.adticket.de. Auf der Bühne stehen Ariane Raspe, Gabi Dauenhauer, Peter-Maria Anselstetter und Falk Hagen. Regie & szenische Bearbeitung: Gabi Dauenhauer

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