Digitalisierung

Stadt Essen testet kostenloses Internet in der Innenstadt

Das Gratis-WLAN in der Essener Innenstadt steht vor einem Testlauf.

Das Gratis-WLAN in der Essener Innenstadt steht vor einem Testlauf.

Foto: nn

Essen.  Das WLAN in der Essener City kommt langsam voran. Angebot soll zunächst auf drei Plätzen getestet werden. Erst dann steht ein Ausbau zur Debatte.

Die seit Jahren gehegten Pläne für ein öffentliches WLAN in der Essener Innenstadt kommen langsam heraus aus der Warteschleife: Die Stadt steuert auf einen Probelauf auf zunächst drei Plätzen in der City zu. Über das weitere Procedere soll der Rat in seiner Sitzung am 25. September entscheiden.

Mit einem denkbaren Zeitplan hat sich bereits am Mittwoch der städtische Ordnungsausschuss beschäftigt. Demnach könnte das Netz am schnellsten am Kennedyplatz an den Start gehen. Die dazu notwendige Technik steht nach dem Stadtfest Essen Original, bei dem ein kostenloser Internetzugang bereits angeboten wurde, noch auf den Dächern. Ein Knopfdruck, und das Surfen wäre dort für die Allgemeinheit ohne großen Aufwand wieder möglich. Wie viele WLAN-Zugriffe es am Festwochenende gegeben hat, wurde allerdings noch nicht ausgewertet.

Über eine Ausweitung soll erst nach einem Testlauf entschieden werden

Nach dem Kennedyplatz könnte der Burgplatz zum Start der Lichtwochen folgen. Auf dem Willy-Brandt-Platz wäre der Service zum Start des Weihnachtsmarktes denkbar. Ein weiterer Hotspot könnte aus Sicht der Stadt in der künftigen Tourist-Info an der Kettwiger Straße 2-10 genau so möglich wie am Hirschlandplatz, Weberplatz oder Kopstadtplatz.

Doch bis es so weit ist, wollen die Verwaltung und Essen Marketing wissen, ob das digitale Angebot an den ersten drei eingerichteten Standorten auch angenommen wird und tatsächlich zu „mehr Attraktivität in der City führt“. Die Verwaltung empfiehlt, das Nutzerverhalten und die Auswirkungen zunächst zu testen und dann über eine Ausweitung des WLAN-Angebots auf andere Plätze innerhalb der Innenstadt sowie im Stadtgebiet zu beraten, heißt es.

Essen hat keinen eigenen Telekommunikations-Dienstleister

Ein flächendeckendes WLAN in den Einkaufsstraßen der Essener Innenstadt hält die EMG allerdings schon jetzt „nicht für erforderlich“.

Beim Thema der kosten- wie kabellosen Internetzugänge hinkt die Stadt Essen anderen Kommunen seit Jahren hinterher. Ursprünglich war geplant, den Besuchern der Innenstadt bis zum Sommer 2018 freien Zugang ins World Wide Web zu ermöglichen. Dass man sich bisher so schwer tat, ist allerdings auch dem Umstand geschuldet, dass Essen im Gegensatz zu Gelsenkirchen (Gelsen-Net), Dortmund (Dokom21) oder Duisburg (Stadtwerke) über keinen eigenen Telekommunikations-Dienstleister verfügt, mit dem der Aufbau eines flächendeckendes WLAN mutmaßlich leichter über die Bühne ginge. (j.m.)

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