Stricken

60 Frauen stricken acht Stunden lang für den guten Zweck

Marlene Berner (l.) und Marlene Klink beteiligten sich mit rund 60 weiteren Helferinnen an der großen Strick-Aktion in der evangelischen Gemeinde.

Foto: Socrates Tassos/FUNKE Foto Servi

Marlene Berner (l.) und Marlene Klink beteiligten sich mit rund 60 weiteren Helferinnen an der großen Strick-Aktion in der evangelischen Gemeinde. Foto: Socrates Tassos/FUNKE Foto Servi

Essen-Rüttenscheid.   Das Fachgeschäft Maschenfantasie hatte zu einer großen Strick-Aktion aufgerufen: Das Ergebnis des Handarbeit-Marathons wird an Kinder gespendet.

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Wie viele Kilo Wolle die beiden schon verstrickt haben, das können Marlene Berner und Marlene Klink kaum schätzen. Dass sie damit unzähligen Kindern eine Freude gemacht haben, ist unstrittig: Denn wenn die beiden Rüttenscheider Damen die Nadeln schwingen, dann meistens für den guten Zweck – ob Mützchen für die Frühchenstation der Uniklinik oder gestrickte Kleidungsspenden für die Leprahilfe.

Insofern durften die beiden beim großen Stricktreff im Saal der evangelischen Gemeinde natürlich nicht fehlen, zu dem das Fachgeschäft „Maschenfantasie“ aufgerufen hatte. Macht das Team um Chefin Gudrun Wöhler sonst häufig mit urbaner Strickkunst und schwarz-rot-goldener Strick-Straßenkunst zu den Fußballmeisterschaften von sich reden, so stand dieses Mal der gute Zweck im Mittelpunkt. „Es klingt verrückt: Meine Nichte hat im vergangenen Winter davon geträumt, dass wir einen Saal anmieten und mit hunderten Helfern stricken. Als sie mir davon erzählte, war ich direkt Feuer und Flamme, den Traum in die Tat umzusetzen“, erinnert sich Gudrun Wöhler, die ihr Geschäft für Handarbeitsbedarf 2007 eröffnete und entsprechend bei vielen Kundinnen im Vorfeld fürs Mitmachen warb.

Spenden an SOS-Kinderdorf und Wundertüte e.V.

Am Ende strickten bei der Premiere zwar nicht hunderte, dafür aber immerhin mehr als 60 Frauen an der Julienstraße für den guten Zweck – viele von ihnen von 10 bis 18 Uhr. „Einige Damen haben schon über 50 Paar fertig gestrickte Kindersocken mit hierher gebracht“, freut sich Wöhler über das Engagement. Die Sachspenden sollen schließlich an die SOS-Kinderdörfer sowie den Essener Verein Wundertüte gehen, der sich um hilfsbedürftige Kinder im In- und Ausland kümmert.

Dabei halfen von der fünfjährigen Josephine bis zur 92-jährigen Eugenie „Jenny“ Schmitz Mädchen und Frauen aller Altersgruppen dabei mit, möglichst viele Schals, Mützen, Socken und Pullover zu stricken. „Das Stricken feiert seit Jahren ein Comeback, auch bei jungen Frauen“, hat Gudrun Wöhler beobachtet. Marlene Berner (63), die noch in der Schule stricken lernte, weiß, warum: „Zum einen ist Stricken wahnsinnig entspannend. Außerdem hat man am Ende ein fertiges Produkt in den Händen – ein gutes Gefühl.“

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