Schadstoffe in Schulgebäuden

Asbestfund in Grundschule: Schulleitung beruhigt Eltern

In der Schule an der Waldlehne auf der Margarethenhöhe wurde bei Arbeiten Asbest gefunden. In einem Brief beruhigt die Schulleitung die Eltern.

In der Schule an der Waldlehne auf der Margarethenhöhe wurde bei Arbeiten Asbest gefunden. In einem Brief beruhigt die Schulleitung die Eltern.

Foto: Nadine Przystow / FUNKE Foto Serivces

Essen-Margarethenhöhe.  Bei Arbeiten wurde an der Schule an der Waldlehne Asbest gefunden. Die für die Sommerferien geplante Rohrerneuerung wird vielleicht verschoben.

Die für die Sommerferien geplante Erneuerung von Rohren in der Schule an der Waldlehne auf der Margarethenhöhe muss laut Stadt möglicherweise auf die Herbstferien verschoben werden. Weil vor kurzem die Erneuerung von Wasserleitungen an der Grundschule anstand und dafür die Wände aufgerissen wurden, war bei den erforderlichen Vorprüfungen Asbest im Putz entdeckt worden – was zu Ängsten bei den Eltern führte. Ebenfalls durchgeführte PCB-Messungen hätten dagegen keine auffälligen Werte ergeben, so Jasmin Trilling vom Presseamt der Stadt.

In einem Elternbrief informierte Schulleiterin Christel Mueller von der Schule an der Waldlehne die Eltern, dass kein Grund zur Panik bestehe. Laut Schulleitung sei eine Räumung der Schule nicht nötig gewesen, die bisher getroffenen Maßnahmen seien nach Auskunft von Experten weit mehr als gesetzlich vorgeschrieben sei. „Eine komplette Räumung inklusive anschließender Kernsanierung wäre extrem teuer, die Schule bliebe mindestens drei Jahre lang geschlossen, und das steht schlicht in keinem Verhältnis zur eigentlichen Gefahr“, heißt es in dem Elternbrief weiter.

Bei allen Arbeiten an Schulen sind Vorprüfungen auf Asbest erforderlich

Laut Jasmin Trilling muss bei allen Arbeiten, die an Schulen und anderen städtischen Gebäuden durchgeführt werden, vorher die Asbest-Belastung überprüft und das belastete Material unter entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen entfernt werden. „Leider sind ja fast alle älteren Gebäude mit Asbest belastet, so dass alle Schulen angewiesen sind, nicht selbstständig irgendwo im Gebäude zu bohren oder einen Nagel in die Wand zu hauen“, sagt Jasmin Trilling. Sollten solche Arbeiten erforderlich sein, erledige sie eine Fachfirma, heißt es auch im Brief der Schulleitung an die Eltern.

Die Überprüfung auf Schadstoffe und die entsprechenden Vorarbeiten seien in der Schule an der Waldlehne bereits gelaufen, in den Sommerferien sollte dann die größere Maßnahme folgen, bei der Rohre verlegt werden müssten. „Womöglich kann dieser Termin jetzt nicht gehalten werden und die Arbeiten finden dann erst in den Herbstferien statt. Auf jeden Fall dürfen die Arbeiten nur außerhalb des Schulbetriebs erfolgen“, so Jasmin Trilling.

Belastetes Material wird von einer Spezialfirma entsorgt

Da man jetzt wisse, dass es dort Asbest gebe, arbeite man unter entsprechenden Arbeitsschutzbedingungen, zum Beispiel mit Unterdruck. Mitarbeiter einer Spezialfirma seien bei den Arbeiten dabei. „Falls noch mehr Asbest entdeckt wird, kann das Material umgehend von der Spezialfirma entsorgt werden“, erklärt Jasmin Trilling.

Laut Schulleiterin Christel Mueller von der Schule an der Waldlehne lägen die gemessenen Werte in den Schule vor und könnten von den Eltern eingesehen werden. „Bisher hat das aber nur einer in Anspruch genommen“, so Christel Mueller. Anfang des kommenden Schuljahres will die Schule zu einer Elternvollversammlung einladen, um alle Beteiligten auf den neuesten Stand zu bringen. Auch die Stadt werde Experten schicken, die die Fragen der Eltern beantworten könnten.

Die Eltern werden sofort über Neuerungen informiert

Es sei verständlich, dass die Eltern aufgrund der Untersuchungen in Sorge seien, heißt es in dem Elternbrief. „Wir werden keine Gesundheitsgefahren tolerieren, sondern kontinuierlich darauf drängen, dass alles nur Mögliche getan wird, um sie zu beseitigen – jetzt und auch in den nächsten Jahren.“ Man werde die Eltern über alle Neuigkeiten informieren und stehe in engem Austausch mit Fachleuten der städtischen Immobilienwirtschaft und der Schulpflegschaft.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben