Jagdhorn-Bläser

Beim Jagdhornbläser-Kurs lernen auch Nicht-Jäger das Halali

Jürgen Heck (Leiter, l.) und Frank Düppenbecker (Ausbilder) freuen sich über motivierte Teilnehmer am Jagdhornbläser-Lehrgang.

Foto: Knut Vahlensieck

Jürgen Heck (Leiter, l.) und Frank Düppenbecker (Ausbilder) freuen sich über motivierte Teilnehmer am Jagdhornbläser-Lehrgang. Foto: Knut Vahlensieck

Essen-Rüttenscheid.   Ob Oktober können Interessierte wieder unter Anleitung ins Jagdhorn blasen. Ausrichter des Kurses ist das Bläserkorps der Kreisjägerschaft.

Wer schon mal versucht hat, aus einem Jagdhorn einen Ton zu pressen, weiß, wie schwer das ist. Zumindest, wenn man nicht die richtige Blastechnik beherrscht. Die kann man jetzt ab Oktober bei der Kreisjägerschaft im Haus des Waldes erlernen. Dort findet, wie übrigens jedes Jahr, ein Jagdhornbläser-Lehrgang statt, an dessen Ende die Teilnehmer das Bläserhut-Abzeichen erlangen.

Teilnehmer haben oft mit der Jagd nichts zu tun

Jagdhornblasen – das klingt schon ein wenig altmodisch und überholt. „Stimmt überhaupt nicht“, sagt Jürgen Heck, Chorleiter des Jagdhornbläserkorps „Leo Fehrenberg“, „unsere Bläser-Kurse sind eigentlich immer gut besucht. Das liegt auch an dem sehr guten Ruf unseres Ensembles, das es bereits seit 1946 gibt.“ Unter den Teilnehmern seien auch viele, die noch nie mit dem Thema Jagd in Berührung gekommen sind. Ein erfreulicher Umstand, denn „dadurch haben wir derzeit keine Nachwuchssorgen“, so der passionierte Jäger und Musiker.

Was Heck besonders freut, ist die Tatsache, mit Frank Düppenbecker einen hervorragenden Musiker und Lehrer gefunden zu haben, der in diesem Jahr zum ersten Mal die musikalische Ausbildung für das Bläserkorps übernimmt.

Der 53-jährige Düppenbecker ist ausgebildeter Orchestertrompeter und hat in den USA den „Master of Music“ im Fach Trompete erlangt. „Ich biete eine grundlegende musikalische Ausbildung an. Bei mir lernt man das Notenlesen und das Blasen“, verspricht Düppenbecker. Wer die Technik einmal beherrsche, der könne hinterher jedes Blechblasinstrument spielen.

Teilnehmer sollen täglich 15 Minuten üben

Der Kurs richtet sich an totale Anfänger, die zunächst auf dem klassischen Fürst-Pless-Jagdhorn, das auch ausgeliehen werden kann, die gängigen Leitsignale für die Jagd üben. Das ist eine Art nonverbale Sprache, mit der man sich während der Jagd austauscht. Diese Signale müssen dann bei der anschließenden Prüfung für das Bläserhut-Abzeichen gespielt werden.

16 Wochen dauert die Ausbildung, die angehenden Musiker treffen sich jede Woche für jeweils eine Stunde im Haus des Waldes im Grugapark. „Das hört sich nicht nach viel Zeit an, aber mehr als eine Stunde kann man anfangs nicht diese ungewohnte Muskeltätigkeit mit Mund und Lippen ausüben“, so Düppenbecker. Geübt werden muss natürlich auch zu Hause, mindestens 15 Minuten täglich.

Eigene Zähne sind zum Spielen des Horns erforderlich

Das Blasinstrument kann man eigentlich in jedem Alter erlernen. Einzige Bedingung: Man sollte noch seine eigenen Zähne haben. „Bei Kindern und Erwachsenen sollten es die bleibenden Schneidezähne sein. Mit einer Vollprothese kann man leider nicht mehr zur Jagd blasen.“

Der Bläserlehrgang beginntam 12. Oktober, kostet 90 Euro und umfasst 16 Stunden. Er findet jeweils donnerstags von 18 bis 19 Uhr im Haus des Waldes, Külshammerweg 10, statt. Anmeldung per E-Mail an jagdbuero@kreisjaegerschaft-essen.de.

Ensemble absolviert mehrere Auftritte im Herbst

Das Jagdhornbläserkorps „Leo Fehrenberg“ ist ein preisgekröntes Ensemble. Seine nächsten Auftritte sind am 30. September, 14.30 Uhr, im Musikpavillon der Gruga; 29. Oktober, 10.30 Uhr in der Kapelle der Fürstin-Franziska-Christine-Stiftung und am 3. November, 19 Uhr, in der Kirche St. Markus in Bredeney. Infos: www.kreisjaegerschaft-essen.de

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