Neuer Vorstand

Bürgerschaft will die Menschen in Kontakt bringen

Christian Henkes (l.) ist neuer Vorsitzender der Bürgerschaft Margarethenhöhe, Jürgen Malone sein Stellvertreter. Im Hintergrund das Hotel M am Marktplatz der Margarethenhöhe.

Foto: Socrates Tassos

Christian Henkes (l.) ist neuer Vorsitzender der Bürgerschaft Margarethenhöhe, Jürgen Malone sein Stellvertreter. Im Hintergrund das Hotel M am Marktplatz der Margarethenhöhe. Foto: Socrates Tassos

Essen-Margarethenhöhe.   Christian Henkes ist neuer Vorsitzender der Bürgerschaft Margarethenhöhe. Das Fahrradturnier entfällt, den Kreativmarkt übernimmt der Verein.

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Die beiden Teile der Margarethenhöhe enger zusammenzuführen und die Bürger durch diverse Aktivitäten stärker in Kontakt bringen – das ist ein Ziel von Christian Henkes. Der 58-Jährige ist neuer Vorsitzender der Bürgerschaft Margarethenhöhe. Er hat das Amt von Altfrid Koßmann übernommen, der die Bürgerschaft seit 2014 führte und jetzt aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidierte.

Einige Neuerungen sind geplant. So wird das Fahrradturnier für Kinder und Jugendliche künftig nicht mehr stattfinden. Stattdessen wird der Kreativmarkt, der bisher zweimal von Privatleuten organisiert wurde, jetzt von der Bürgerschaft veranstaltet, ebenso das Inselfest auf der oberen Margarethenhöhe. „Das hat den Vorteil, dass für diese Aktivitäten dann auch Geräte und Ausrüstung der Bürgerschaft genutzt werden können“, so Christian Henkes. Die Organisation solcher Veranstaltungen inklusive städtischer Genehmigung sei oft zeit- und personalintensiv.

„Wir versuchen zu helfen und das Ganze besser zu strukturieren. Wir sehen uns als eine Art Bindeglied“, so der neue Vorsitzende. Die anderen Veranstaltungen der Bürgerschaft sollen wie in den Vorjahren stattfinden: Puppentheater, Bürgerfest, Seniorennachmittag, St. Martin und der Weihnachtsmarkt. Zusätzlich plane man eine Gartenprämierung, eventuell auch eine Aktion zu Halloween.

Seit Generationen auf der Margarethenhöhe

Seit drei Generationen ist die Familie von Christian Henkes auf der Margarethenhöhe ansässig. „Ich selbst bin dort aufgewachsen und habe die Schule besucht. Jetzt lebe ich wieder dort“, sagt Henkes. Er habe dann Chemie studiert, sei ins Ausland gegangen. Jetzt ist er in der Farbenherstellung tätig und Geschäftsführer der Firma Henkes-Lack-Union in Wesel, seit 1809 Familienunternehmen. Die Firma leitet er gemeinsam mit seinem Sohn.

Mitglied der Bürgerschaft ist Christian Henkes schon länger. Er sei irgendwann angesprochen worden, sich stärker in die Arbeit des Vereins einzubringen – und wurde jetzt zum Vorsitzenden gewählt. Ein Teil des alten Vorstands sei geblieben, aber man habe auch einige neue Mitglieder gefunden, die bereits seien, Verantwortung zu übernehmen. Henkes: „Wir wollen den Verein beleben, jüngere Leute, vor allem auch Familien, ansprechen und für die Aktivitäten der Bürgerschaft gewinnen.“

Ziel ist es, junge Leute für den Verein zu gewinnen

„Was gar nicht so einfach ist. Wie in anderen Vereinen auch, fehlen uns junge Leute“, ergänzt Jürgen Malone, stellvertretender Vorsitzender der Bürgerschaft. Um neue Aktive müsse man sich aber auch entsprechend bemühen. „Das ist wie bei jungen Pflänzchen, die man gießen muss, um sie zum Sprießen zu bringen“, sagt Malone. Insgesamt habe die Bürgerschaft derzeit rund 750 Mitglieder.

Ein Thema, das die Menschen auf der Margarethenhöhe gerade sehr beschäftige, sei die geplante Schließung der Sparkasse Mitte des Jahres. Für die älteren Menschen im Stadtteil sei es dann ein echtes Problem, ihre Geldangelegenheiten zu regeln. Früher habe es alle Geschäfte und Institutionen, die man für das tägliche Leben brauchte, auf der Margarethenhöhe gegeben. Viele Geschäfte hätten inzwischen geschlossen.

Bürgerschaft will das Leben vor Ort bereichern

„Hier fehlt vor allem eine vernünftige Kneipe oder ein Café“, sagt Jürgen Malone. Auch wenn die Bürgerschaft auf solche Dinge keinen Einfluss habe: Das Leben auf der Margarethenhöhe attraktiver zu gestalten und zur besseren Vernetzung der Bewohner beizutragen, gehöre sicherlich zu den Zielen der Bürgerschaft.

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