Steeler Straße

Kaufleute hoffen auf koordinierte Arbeiten an Steeler Straße

Die Steeler Straße soll attraktiver werden. Die Geschäftsleute dort hoffen, dass Ruhrbahn und Stadt ihre Baumaßnahmen gut koordinieren.

Foto: Socrates Tassos

Die Steeler Straße soll attraktiver werden. Die Geschäftsleute dort hoffen, dass Ruhrbahn und Stadt ihre Baumaßnahmen gut koordinieren. Foto: Socrates Tassos

Essen-Südostviertel.   Haltestellenumbau und Verschönerung der Steeler Straße sollen in einer Baumaßnahme stattfinden, um die Kaufleute nicht zu sehr zu belasten.

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Bei der Interessengemeinschaft „Wir am Wasserturm“ steht die Umgestaltung und Aufwertung der Steeler Straße weiter ganz oben auf dem Wunschzettel, sagt deren Sprecher, der Apotheker Jan Olgemöller. Die Ruhrbahn plane den barrierefreien Umbau der Haltestelle Wörthstraße. Gleichzeitig wolle die Stadt die Steeler Straße verschönern. „Eine Baustelle reicht uns. Beide Maßnahmen müssen richtig koordiniert werden“, so Olgemöller.

Mehrere Baustellen in aufeinanderfolgenden Jahren könnten für manchen Gewerbetreibenden existenzbedrohend sein, so Olgemöller. Von einem Gastronomen wisse er, dass dieser den Umsatzrückgang während einer mehrmonatigen Bauphase nur aufgrund der Kulanz des Vermieters überstehen könne.

Bezirksbürgermeister Frank Mußhoff (SPD) schätzt, dass der Umbau der Haltestelle Wörthstraße bis 2019/20 auf sich warten lasse. Noch laufe der Umbau der Haltestelle Dinnendahlstraße, der sich bis Mitte 2018 hinziehen werde. Dann sei die Haltestelle Parkfriedhof an der Reihe und erst dann der Halt Wörthstraße „Ich gehe davon aus, dass der Rat sich auf eine Fahrspur pro Richtung auf der Steeler Straße aussprechen wird. Für den Umbau der Haltestelle Wörthstraße wird das auch gar nicht anders möglich sein“, sagt Frank Mußhoff, der sich auch Außengastronomie auf dem Bürgersteig vorstellen kann. Noch gebe es aber keine konkreten Planungen. Die erwartet Mußhoff frühestens für Ende 2018.

Ende der Versuchsphase ist jetzt in Sicht

„Die Steeler Straße hat viel Potenzial“, ist Jan Olgemöller überzeugt. Allerdings werde der Eindruck, den das Viertel hinterlasse, zu 90 Prozent von der Steeler Straße dominiert. Abseits davon gebe es durchaus attraktive Altbauten, ähnlich wie in Rüttenscheid. Das Geschäftszentrum am Wasserturm liege verkehrsgünstig, vieles sei zu Fuß oder mit Bus und Bahn erreichbar. Gerade in Zeiten, in denen urbanes Leben gefragt sei, sollte ein Stadtteil wie das Südostviertel doch punkten können, so Olgemöller.

Tatsächlich liefen die Bemühungen, den Bereich um den Wasserturm attraktiver zu gestalten, schon rund acht Jahre. „Wir haben ja auch schon viel erreicht“, sagt der Sprecher. So habe man gezeigt, dass die Steeler Straße in diesem Bereich durchaus mit einer Spur pro Fahrtrichtung funktioniere. Nach diversen Verkehrszählungen und Gutachten sei man jetzt fast am Ende der Versuchsphase. Jetzt liefen noch Tests, zum Beispiel mit provisorischen Einbauten.

Kaufleute wünschen sich eine Weihnachtsbeleuchtung

„Wir wünschen uns außerdem eine richtige Weihnachtsbeleuchtung entlang der Steeler Straße“, erklärt der Sprecher der Werbegemeinschaft. Derzeit seien nur einige Bäume im Bereich des Rewe-Marktes beleuchtet. Wenn man Lichterketten über die Straße spannen wolle, stoße man auf Probleme, da inzwischen viele Häuser gedämmt seien und man an den Styropor-Platten keine Lichterketten befestigen könne. „Leider gibt es auch keine Laternenmasten, an denen man Beleuchtung anbringen könnte“, bedauert Olgemöller.

Er könnte sich Schildermasten mit Stromanschluss vorstellen, an denen man im Winter Sterne oder ähnliches und im Sommer Blumenampeln anbringen könnte. Auch die Bezirksvertretung befasse sich bereits mit der Begrünung im Bereich der Oberleitungen.

Leerstände gibt es derzeit nur wenige

Leerstände an der Steeler Straße gebe es im Bereich des Wasserturms nur wenige, so Jan Olgemöller von „Wir am Wasserturm“. Das sei vor einigen Jahren anders gewesen, als drei Banken ihre Filialen dort geschlossen hätten. Inzwischen seien die Ladenlokale wieder weitgehend besetzt, wenn auch nicht immer mit der Qualität, die man sich wünsche.

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