Stadtteil-Entwicklung

Modernisierungsprojekt im Südostviertel geht in die Halbzeit

Die Fassadenarbeiten an der Eintrachtstraße und der Krampestraße laufen noch. Das Farbkonzept hat eine Architektin entworfen.

Foto: Stefan Arend

Die Fassadenarbeiten an der Eintrachtstraße und der Krampestraße laufen noch. Das Farbkonzept hat eine Architektin entworfen. Foto: Stefan Arend

Essen-Südostviertel.   Die Sanierung von 600 Allbau-Mietwohnungen im Südostviertel kostet 28 Millionen Euro. An den Fassaden wird gearbeitet, der Spielplatz ist fertig.

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Halbzeit bei der Modernisierung der Allbau-Wohnungen im Südostviertel: Die Arbeiten am Storpplatz und an der Burggrafenstraße, die im Juni 2016 begonnen haben, sind bereits weitgehend abgeschlossen, teilt Allbau-Sprecher Dieter Remy mit. Dort sind 125 Wohnungen auf den neuesten Stand gebracht worden. An weiteren Straßen laufen die Arbeiten noch auf Hochtouren. Für rund 28 Millionen Euro werden in 93 Häusern 595 Mietwohnungen und drei Gewerbeeinheiten überarbeitet.

Die fast fertigen Wohnungen werden jetzt nach dem Farbkonzept von Architektin Beatrice Engel gestaltet, die für den historischen Gebäudebestand eine Kombination aus Rot-, Gelb- und Orange-Tönen ausgewählt hat. Bürger, die die bunte Fassade des Kultur- und Bildungszentrums Storp 9 am Storpplatz vermissen, beruhigt Remy. Nach dem Abschluss der Arbeiten werde die Außenwand wieder so gestaltet, wie es von der Künstlerin Moni van Rheinberg damals vorgesehen war. „Die Motive werden bis Ende des Jahres vom Künstler Gabor Doleviczenyi nachgemalt sein“, verspricht Remy.

Für die Allbau GmbH ist die Modernisierung der sogenannten Südosthöfe eines der größten Modernisierungsprojekte. Der Baubestand der zwischen 1921 und 1958 entstandenen Häuser habe dringend modernisiert werden müssen und vor allem der energetische Standard der Gebäude sei nicht mehr zeitgemäß gewesen. Die besondere Herausforderung für die Allbau GmbH sei es, die Modernisierung so durchzuführen, dass die Wohnungen für die bisherigen Mieter bezahlbar bleiben (siehe Infobox).

Neue Bänke sollen die Innenhöfe aufwerten

In den letzten anderthalb Jahren wurden schon zahlreiche Fassaden gedämmt und 508 neue Balkone angebracht, um die Wohnqualität für die Mieter zu steigern. Im Zuge der Arbeiten werden Fenster erneuert, Nachtspeicher-Heizungen gegen moderne Heizungsanlagen ausgetauscht, die unmodern gewordenen Bäder neu gestaltet. In den Innenhöfen werden unter anderem zusätzliche Sitzbänke aufgestellt. Zur Vorbeugung von Einbrüchen werden Wohnungen und Außenanlagen besser gesichert.

Auch die Umgestaltung der 350 Wohnungen an der Gerhard-Stötzel-Straße, Obernitzstraße, Kaiserhofstraße, Krampestraße und Eintrachtstraße liege im Zeitplan, so Dieter Remy. Dort arbeiteten derzeit die verschiedenen Gewerke Hand in Hand. „Aktuell werden an der Gerhard-Stötzel-Straße 33 bis 51 die Heizzentralen eingerichtet und die Balkontürelemente eingebaut. Die Fertigstellung der Fassanden an der Eintracht- und Krampestraße steht kurz vor ihrer Vollendung, die Vorarbeiten für die Balkone sind dort abgeschlossen“, so Dieter Remy. Laut Allbau-Geschäftsführer Dirk Miklikowski sei die Reaktion der Mieter auf das Gesamtprojekt trotz Lärm und Schmutz überwiegend positiv.

Letzter Bauabschnitt beginnt Anfang 2018

Der letzte Bauabschnitt startet im Januar 2018. Die gesamten Arbeiten sollen Mitte 2019 abgeschlossen werden. Bis dahin werden am Twingenbergplatz, am Bolckendyk und an der Kaiserhofstraße noch weitere 120 Wohnungen überarbeitet werden.

Während viele Mieter noch unter Unannehmlichkeiten der Bauarbeiten in Kauf nehmen müssen, hatten die Kinder im Stadtteil bereits Grund zur Freude. Bereits fertig ist nämlich seit Sommer der frisch errichtete ökologische Spielplatz in den Südosthöfen. Er steht Kindern der Mieter, aber auch für die Mädchen und Jungen der Kita Zauberstern vom Verein für Kinder- und Jugendarbeit zur Verfügung. Laut Remy wird er sehr gut angenommen, nicht zuletzt, weil die Kinder dort mit natürlichen Materialien umgehen können.

NRW-Ministerium fördert das Sanierungsprojekt

Das komplette Modernisierungsprogramm der Südosthöfe im Südostviertel wurde in das Sonderprogramm „Energetisch Sanieren Plus“ des NRW-Ministeriums für Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung aufgenommen. Damit verbunden ist eine erweiterte Förderung, so dass die in den Südosthöfen lebenden Mieter die Kosten für ihre Wohnungen auch nach der Komplett-Modernisierung weiterhin bezahlen können sollen.

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