Radwegenetz

Norbertstraße bekommt eine Spur für Radfahrer

Die Haltestelle Polizeischule wird umgebaut. Dahinter geht es für Radler ab 2018 komfortabel über die Fahrbahn.

Foto: Michael Korte

Die Haltestelle Polizeischule wird umgebaut. Dahinter geht es für Radler ab 2018 komfortabel über die Fahrbahn. Foto: Michael Korte

Essen-Margarethenhöhe/Haarzopf.   Die Fahrbahn wird Richtung Haarzopf für Autos verengt, um einen neuen Weg zu schaffen. Wie die Planung genau aussieht und was das Ganze kostet.

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Die Norbertstraße kennen viele Essener hauptsächlich als Zubringer zur A52 bzw. als Zufahrt zur Messe sowie den Stadtteilen Margarethenhöhe und Haarzopf. „Bislang traut sich da kaum einer, mit dem Rad langzufahren“, sagt Rainer Wienke, Fachbereichsleiter beim Amt für Straßen und Verkehr. Das soll sich ändern. In der Bezirksvertretung IX stellt die Verwaltung die Pläne am 28. November vor.

„Lückenschluss“ nennt Wienke das Projekt, bei dem nun die Norbertstraße in das Radverkehrshauptroutennetz der Stadt einbezogen werden soll. Los geht es aus Rüttenscheid kommend ab der Bushaltestelle Polizeischule. Bis dorthin sind die Radler auf Bordsteinradwegen oder auf Fuß-/Radwegen unterwegs. Ab der Haltestelle sollen die Zweiradfahrer aber die Fahrbahn nutzen dürfen. Um dafür ausreichend Platz zu erhalten, ist geplant, die Busbucht umzugestalten. Dabei wird sie auch gleich barrierefrei ausgebaut – der Bordstein wird angehoben und der Wartebereich mit einem Blindenleitsystem versehen.

Markierungen engen die Fahrbahn für Autos ein

Hinter der Haltestelle fahren die Radler über eine Rampe auf einen Radfahrstreifen. „Die Fahrbahn wird dabei für die Autos durch Markierungen eingeengt“. erläutert der Verkehrsexperte. Gut 3,50 Meter ist der Streifen breit, zwischen diesem Bereich und dem Radfahrstreifen werde dann eine gut einen Meter breite Sperrfläche markiert. Die Zweiradfahrer haben dann einen komfortablen Weg von 2,50 Meter Breite Richtung Margarethenhöhe und weiter nach Haarzopf.

Lange Staus vor den Kreuzungen Sommerburg- und Hatzper Straße seien nicht zu befürchten, „denn vor den Ampeln wird es wieder zweispurig für den motorisierten Verkehr“, greift Rainer Wienke möglicher Kritik vor. Die nicht mehr benötigte Busbucht vor der Hatzper Straße und der Gehweg dahin sollen zur Fahrbahn umgebaut werden. In Abstimmung mit der Ruhrbahn würde dann die Bürgerbushaltestelle auf die Hatzper Straße verlegt werden.

Sicherer Überweg zur anderen Seite

Biegt der Radfahrer auf die Sommerburgstraße zur Margarethenhöhe ein, ist dort bereits ein breiter Radweg vorhanden. „Von da gelangt man unter anderem in das anliegende Waldstück und auf die Wasser-Route“, erklärt Wienke. Zur anderen Seite hinüber, der Theodor-Althoff-Straße, soll es ebenfalls sicherer werden. Die Radfahrer bekommen an der Sommerburgstraße zukünftig eine Ampelanlage zum Linksabbiegen. Auch dort sind bereits Radfahr- und Schutzstreifen markiert worden.

Der Ausbau ist mit circa 170.000 Euro veranschlagt; die Realisierung ist laut Rainer Wienke für die erste Jahreshälfte 2018 vorgesehen.

>> Die Beratungsfolge zum Radwegeausbau

Die Bezirksvertretung IX tagt am Dienstag, 28. November, um 16 Uhr im Rathaus Kettwig, Bürgermeister-Fiedler-Platz 1. Sie berät über das Projekt. Die Entscheidung trifft der Bau- und Verkehrsausschuss am 14. Dezember. Die Sitzung findet um 15 Uhr im Rathaus Essen, Porscheplatz, statt.

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