Infrastruktur

Parkplatzmangel auf der Margerethenhöhe spitzt sich zu

Platz für zwölf Pkw: Der wilde, bislang aber irgendwie geduldete Parkplatz gegenüber des Brückenkopfes soll wohl renaturiert werden, sobald der Verursacher diverser Schadstoffe im Boden in Regress genommen werden kann.Foto:Uwe Möller

Platz für zwölf Pkw: Der wilde, bislang aber irgendwie geduldete Parkplatz gegenüber des Brückenkopfes soll wohl renaturiert werden, sobald der Verursacher diverser Schadstoffe im Boden in Regress genommen werden kann.Foto:Uwe Möller

E§ssen-Margarethenhöhe.   SPD kritisiert fehlende Plätze für Anwohner, da vor allem die Klinikum-Mitarbeiter alles zuparken würden. Wilder Parkplatz soll dennoch weichen.

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Die Parkplatzsituation rund um Holsterhausen ist ohnehin äußerst angespannt, für die Anwohner und Nachbarn der zu weiten Teilen denkmalgeschützten alten Margarethenhöhe jedoch spitzt sie sich seit einer Zeit immer weiter zu: Das kritisiert zumindest die SPD im Stadtbezirk III. Ein Grund sind laut Fraktionssprecher Günther Schröder auch die weit über 6000 Mitarbeiter des angrenzenden Uni-Klinikums. „Die verdrängen hier alle anderen.“

Ein Teufelskreis: Die Klinik bedeutet Arbeitsplätze, wer jedoch dort beschäftigt ist, der will auch parken können – sofern er mit dem Auto zum Dienst kommt oder kommen muss. Vor allem für die Anwohner der Margarethenhöhe rund um die Stensstraße, die Sommerburg- oder die Metzendorfstraße sei das alles aber längst kein Spaß mehr. „Einige wenige haben zwar Garagen oder Stellplätze, das jedoch ist eine echte Ausnahme“, kann Schröder, der selbst in der Kante wohnt, die Sorgen nachvollziehen. Regelmäßig würden Nachbarn an ihn herantreten, Eingaben und Anträge in der Sitzung der Bezirksvertreter seien aber bislang ins Leere gelaufen.

Touristenbusse können nicht parken

Ein weiteres Problem: Wenn das Wetter stimmt, kommen regelmäßig ganze Busladungen mit Menschen, die sich die urige und geschichtsträchtige Denkmal-Siedlung anschauen und in den Eisdielen oder bei den Markthändlern auch Geld ausgeben. „Vor allem an Wochenenden oder beim Mittwochsmarkt ist dann hier alles komplett dicht“, hat Schröder beobachtet, dabei jedoch auch noch etwas anderes festgestellt: Auch die Busse könnten vor Ort kaum parken, so dass der SPD-Fraktion nach wie vor einige eigens ausgezeichnete Busparkplätze vorschwebten.

Aktuell in der Diskussion ist zudem ein wilder Parkplatz direkt gegenüber des Brückenkopfes, auf dem regelmäßig zwölf Dauerparker stehen, obschon das verboten ist. Laut Günther Schröder werde geduldet, was vor wenigen Jahren plötzlich seinen Lauf nahm.

Als die RWE AG 2011 begann, eine mächtige 110-KV-Leitung von Fulerum bis zur Gruga zu verlegen, führte der Weg auch durch das Landschaftsschutzgebiet unterhalb der Stensstraße. Um Maschinen und Material zu lagern, wurde ein überschaubares Stück des Margarethenwaldes gerodet, was seinerzeit von den Bezirksvertretern auch toleriert wurde. Erste Nachfragen nach einer Renaturierung erübrigten sich zunächst, weil im Anschluss die Stadtwerke noch Kanalarbeiten durchführen mussten und den Platz ebenfalls brauchten. Als auch diese Maßnahme endete, entwickelte sich das gerodete Stück aber zu einem wilden Parkplatz – was bis heute so ist. Eigentümer ist zwar die Stadt, Betreiber indes der Landesforstbetrieb. Der stellte zwar ein Verbotsschild auf, hat aber laut Schröder kaum die Möglichkeit zur Kontrolle.

Pkw-Brand belastet den Boden

Vor einigen Wochen aber schien die von der SPD so herbeigesehnte Renaturierung dann endlich Fahrt aufzunehmen. Just aber, als der Baum-Sachverständige Thomas Hübscher alle benötigten Maschinen in Haarzopf bereitstehen hatte, ging – sehr dubios – am 4. November auf dem wilden Parkplatz ein Pkw in Flammen auf. Aktuell geht es darum, Halter oder Verursacher haftbar zu machen, ist der Boden durch ausgelaufenes Benzin, Öl und Bremsflüssigkeit doch belastet. Schröder: „Dann aber rechnen wir mit dem Rückbau.“

>>MARGERETHENHÖHE: 7393 EINWOHNER

Fast 100 000 Menschen leben im Bezirk III, dem einwohnerreichsten Bezirk der Stadt: Frohnhausen: 32 467; Holsterhausen: 26 291;
Altendorf: 22 430; Margarethenhöhe: 7393; Haarzopf: 6777;
Fulerum: 3346; Das Uni-Klinikum Essen hat aktuell etwa 6250 Mitarbeiter.

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