Kunst am Moltkeplatz

Verein gibt Broschüre zur Kunst am Moltkeplatz heraus

Tankred Stachelhaus, Frank Hirsch, Volker Wagenitz, Lisa Lambrecht-Wagenitz, Uwe Rüth und Susanne Wolff (v.l.) an der Skulptur „Hannover Tor“, der ersten auf der Skulpturenwiese überhaupt.

Foto: Knut Vahlensieck

Tankred Stachelhaus, Frank Hirsch, Volker Wagenitz, Lisa Lambrecht-Wagenitz, Uwe Rüth und Susanne Wolff (v.l.) an der Skulptur „Hannover Tor“, der ersten auf der Skulpturenwiese überhaupt. Foto: Knut Vahlensieck

Essen-Moltkeviertel.   Die Broschüre schlägt einen Bogen von den Anfängen der Skulpturenwiese bis zu den aktuellen Werken. Am 9. September gibt es ein Podiumsgespräch.

„Kunst am Moltkeplatz“ heißt eine neue Broschüre, die der gleichnamige Verein herausgibt. Vorgestellt wird das 52-seitige Heft mit vielen Farbfotos am Samstag, 9. September, 17 Uhr, in der selbstständigen ev.-lutherischen Kirche, Moltkeplatz 19. Im Podiumsgespräch, das vom Autor der Broschüre, Tankred Stachelhaus, moderiert wird, geht es um Kunst im öffentlichen Raum.

„Die Idee zu der Broschüre kam uns 2016, als unser Verein zehn Jahre alt wurde“, erinnert sich Volker Wagenitz, Vorsitzender von „Kunst am Moltkeplatz“ (KaM). Zudem wolle man an die Anfänge der Skulpturenwiese vor 35 Jahren erinnern. „1982 hat der 2002 verstorbene Essener Galerist Jochen Krüper mit dem ,Hannover Tor’, einer Röhrenplastik von Friedrich Gräsel, das erste Kunstwerk dort aufgestellt“, erinnert sich Uwe Rüth, Mitautor der Broschüre und damals in die Entstehung der Skulpturenwiese eingebunden.

Ähnliche Ansammlungen von Skulpturen im öffentlichen Raum wie am Moltkeplatz gebe es in Essen nur im Grugapark, im Stadtgarten und in Kettwig. „Wir wollen zeigen, dass in dieser Stadt mit dem ansonsten eher funktionalen Gesicht auch die Kunst, der freie Geist des Menschen, eine Rolle spielt“, so Uwe Rüth.

Vereinsmitglieder greifen auch selbst zum Pinsel

Neben der Historie beschreiben die Autoren die sieben noch bestehenden ständigen Werke sowie die bisher dort präsentierten sechs temporären. „Es war immer das Ziel, auch junge Kunst dort zu integrieren“, so Tankred Stachelhaus. Diese Werke würden jeweils für etwa ein Jahr auf der Wiese platziert. So war zuletzt 2016 das Werk „onda“ (Welle) von Martin Pfeifle zu sehen. „Im nächsten Jahr wird es ein neues temporäres Kunstwerk dort geben, welches genau, steht noch nicht fest“, sagt der Vereinsvorsitzende Volker Wagenitz.

Autor Tankred Stachelhaus sieht den ehrenamtlichen Einsatz der Vereinsmitglieder als „Blaupause für bürgerschaftliches Engagement an anderer Stelle. „Im Grugapark gibt es bereits Patenschaften für Kunstwerke. auch anderswo wäre so etwas sinnvoll. Hier könnten sich die Bürger Anregungen holen.“ „Wir pflegen die Kunstwerke und machen die Arbeit des Vereins bekannt. Und die Farbe zum Ausbessern der Werke haben wir im Keller“, sagt Volker Wagenitz, der mit seiner Frau schon mehr als einmal im Sinne der Kunst zum Pinsel gegriffen hat.

Jeder bestimmt den Preis der Broschüre selbst

Die Broschüre hat eine Auflage von 2500 Stück. Verteilt wird sie über den Verein KaM. Jeder könne selbst bestimmen, wie viel Geld sie ihm wert ist. „Der Preis soll niemanden abhalten, die Broschüre zu nehmen. Über Spenden freuen wir uns aber natürlich“, sagt Volker Wagenitz.

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