Gastronomie

Wieder gibt es einen Neustart für das Lokal Heimliche Liebe

Die Traditionsgaststätte Heimliche Liebe in Bredeney bekommt im Frühjahr mit Stefan Romberg wieder einen neuen Pächter.

Foto: Dennis Stachel

Die Traditionsgaststätte Heimliche Liebe in Bredeney bekommt im Frühjahr mit Stefan Romberg wieder einen neuen Pächter. Foto: Dennis Stachel

Essen-Bredeney.   Nach vielen Pächterwechseln in den vergangenen Jahren übernimmt im März der Rüttenscheider Gastronom Stefan Romberg das Traditionsrestaurant.

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Wieder einmal steht ein Pächterwechsel in einem der traditionsreichsten Lokale Essens an: Im März 2018 übernimmt Stefan Romberg das Restaurant Heimliche Liebe oberhalb des Baldeneysees. Er führt seit über zehn Jahren das Rüttenscheider Mittendrinn, eine Mischung aus Kneipe und Restaurant. Der 38-Jährige, der das Mittendrinn an der Klarastraße auch weiterhin leitet, ist optimistisch: Er will das frühere Ausflugslokal neu beleben – und hat dabei nicht nur den Biergarten mit der schönen Aussicht im Blick. „Das Restaurant bietet sich besonders für Familienfeiern an“, sagt er.

Ausflugslokal mit einer langen Geschichte

In den vergangenen Jahren hatten die Pächter der Heimlichen Liebe, die bereits 1853 erwähnt wurde und viele Jahrzehnte zu den beliebtesten Ausflugslokalen der Stadt gehörte, häufig gewechselt. „Warum all die verschiedenen Konzepte nicht funktioniert haben, kann ich auch nicht sagen“, sagt Stefan Romberg. Am Umfeld wird es nicht gelegen haben. Schon Alfred Krupp hatte die Atmosphäre hoch über dem See geliebt, in den 1960er Jahren bevölkerten dann Hippies das Gelände an den Wochenenden. Viele Jahre kamen Familien auf dem Sonntagsausflug vorbei.

Der aktuelle Pächter setzt seit Sommer 2014 auf bayerischen „Hüttenzauber“. Zwei Jahre zuvor hatte es ein Ehepaar mit deutscher Küche und Open-Air-Konzerten versucht, der Vorgänger hatte Bio-Hähnchen auf der Speisekarte. Stefan Romberg will nun dem eher rustikalen Stil treu bleiben. Das Restaurant werde künftig Wirtshaus zur Heimlichen Liebe heißen.

Romberg kennt den Eigentümer des Ensembles in Bredeney schon lange, wie er sagt. Die Überlegung, den Betrieb zu übernehmen, gebe es schon länger. „Bisher hat es bei mir aber immer irgendwie nicht gepasst“, sagt der Gastronom. Jetzt seien seine drei Kinder mit drei, sechs und neun Jahren aus dem Gröbsten heraus und er wolle sich der Herausforderung stellen. Im Januar und Februar solle renoviert werden, viel sei außer frischer Farbe nicht zu tun, da das Gebäude vor dem letzten Pächterwechsel grundlegend saniert worden sei.

In den Restaurants wird es einen Betriebsleiter geben

Stefan Romberg hat Betriebswirtschaft studiert und eine klassische Gastronomie-Karriere vom Kellner zum Wirt hinter sich. Da er selbst erst seit 15 Jahren in Essen lebe, habe er die großen Zeiten der Heimlichen Liebe nicht selbst miterlebt. „Aber meine Frau kennt das Lokal noch von früher und konnte sich gut vorstellen, dass wir es übernehmen.“

„Mit unserem eingespielten Team sollte die Doppelbelastung zu tragen sein“, ist Romberg überzeugt. Er selbst werde zwischen beiden Läden pendeln. „Das wird möglich sein, da das Hauptgeschäft in der Heimlichen Liebe am frühen Abend stattfindet, während es gerade am Wochenende in Rüttenscheid meist später richtig voll wird“, so der 38-Jährige. In Rüttenscheid habe er zwölf Mitarbeiter, in Bredeney werden es, je nach Jahreszeit, 20 bis 25 sein, schätzt Romberg, der in beiden Lokalen einen Betriebsleiter einsetzen wird.

Familienvater will Spielplatz für junge Gäste anlegen

Die Heimliche Liebe, wo übrigens für eine Stellungnahme niemand zu erreichen war, habe drinnen rund 100 Plätze, im Biergarten mit Blick auf den Baldeneysee auf drei Ebenen 350 Plätze. Romberg will die obere Terrasse als Bereich mit Bedienung gestalten, die beiden unteren als Selbstbedienungsbereiche mit kleiner Biergarten-Speisekarte. In der Woche wolle er ab 14 Uhr öffnen, nachmittags für den Café-Betrieb, abends gebe es gutbürgerliche Küche.

Mittags werde nur an Wochenenden geöffnet sein, sonntags bereits ab 10 Uhr zum Brunch. Im hinteren Bereich des Geländes will Familienvater Romberg einen Spielplatz für die jungen Gäste anlegen.

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