Konzert

Uni-Orchester begeistert mit „Nussknacker“ und Steigerlied

Sorgten für Begeisterung in der Philharmonie: Das Uniorchester Duisburg-Essen unter Leitung von Oliver Leo Schmidt.

Sorgten für Begeisterung in der Philharmonie: Das Uniorchester Duisburg-Essen unter Leitung von Oliver Leo Schmidt.

Foto: Uni Duisburg

ESsen.   Uniorchester entführt Zuhörer in „Traumwelten“. Virtuosität des Star-Pianisten Haiou Zhang begeistert. Und am Ende singen alle das Steigerlied.

Der Andrang war gewaltig. Das Uniorchester zog wieder die Musikbegeisterten an. Bis unters Dach war die Philharmonie besetzt. Auf der Bühne ließen sich gut 90 Leute hören – großteils Laienmusiker unter der Führung des Folkwang-Professors und Karajan- Dirigentenpreisträgers Oliver Leo Schmidt, der sie erstaunlich geschliffen hatte.

Ein Konzert, das von den Pianisten gefürchtet wird

Mit Pauken und Trompeten sozusagen, Streichern, Schlagzeugern und Harfe wurde fein und feurig musiziert. Im Mittelpunkt aber ein Juwel: Der international gefeierte chinesische Pianist Haiou Zhang als Solist von Rachmaninows 3. Klavierkonzert. Ja, dieses Konzert, das von den Pianisten gefürchtet wird, weil man sich dabei fast die Finger verrenkt, so viele Noten müssen in so kurzer Zeit gespielt werden. Dazu kommt das emotionale Auf und Ab dieses Werks, das träumerische Melodik ebenso wie aufwühlende Attacken und vor allem jede Menge romantischer Stimmungsmalereien bereithält. Haiou Zhang präsentierte sich als sensibler Interpret, brachte die schlichte Melodik am Beginn zum Singen, fast zu zart, um als Dialogpartner des großen Orchesters vernommen zu werden. Im großen Spannungsbogen aber erblühte sein Ton. Und seine Virtuosität – sie ist schlichtweg fantastisch. Und das Orchester: Hut ab!

Das „Steigerlied“ für alle und mit Orchesterbegleitung

Unter dem Motto „Nachtstücke und Traumwelten“ kann das komplette Konzert verstanden werden. Märchenbilder aus Peter I. Tschaikowskis „Nussknacker“-Suite und ein neueres Werk von Wilhelm Killmayer, nämlich dessen „Nachtgedanken“ von 1973, kamen noch zur Aufführung. Killmeyers Fantasiestück überraschte mit ungewöhnlich instrumentierten Klangereignissen und -bildern. Tschaikowskis zuckrige Ohrwürmer und Zaubertänze rissen natürlich mit, so dass am Schluss das Publikum etliche Zugaben einforderte. Das „Steigerlied“ durfte dann auch noch von allen mit großer Orchesterbegleitung mitgesungen werden. Das war ein Riesenerfolg fürs Uniorchester!

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