Betrug

Verbraucherzentrale warnt vor Abzocke mit Bonitätscheck

Die Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in Essen.

Foto: Stefan Arend

Die Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in Essen. Foto: Stefan Arend

Essen.   Verbraucherzentrale warnt vor dem Abschluss teurer Bonitätsauskünfte. Essener sollte für eigentlich kostenlose Dienstleistung 192 Euro zahlen.

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Die Verbraucherzentrale Essen macht auf eine neue unlautere Masche von Prepaid-Kreditkarten-Anbietern aufmerksam. In einem jetzt bekannt gewordenen Fall sollte ein Betroffener neben der Kreditkarte auch noch einen „exklusiven Bonitätscheck“ abschließen. Das bedeutete: Der Anbieter versprach dem Essener, sämtliche über ihn bei Auskunfteien gespeicherten Einträge zu prüfen, zu sammeln und ihm die Bonitätsbewertung mitzuteilen. Die Informationen sollten mindestens einmal, maximal zweimal im Jahr zur Verfügung gestellt werden.

Der Service hatte seinen stolzen Preis: Für die Dienstleistung berechnete das Unternehmen umgerechnet acht Euro pro Monat – bei einer Mindestlaufzeit von 24 Monaten. Das summierte sich also auf 192 Euro. Als der Essener die erste Rechnung erhielt, wurde ihm die Dimension erst richtig bewusst.

Leiterin der Verbraucherzentrale ist empört über Abzocke

Manuela Duda, Leiterin der Verbraucherzentrale in Essen, ist empört über eine solche Abzocke. Denn jeder Verbraucher hat das Recht, sich einmal im Jahr über seine gespeicherten Daten bei den Auskunfteien zu informieren. Und zwar kostenlos. Bekannte Auskunfteien sind neben der Schufa, Bürgel, Creditreform oder Arvato.

„Die nehmen also Geld für etwas, was ohnehin kostenlos ist“, empört sich Manuela Duda. Dass die Masche offenbar dennoch funktioniert, hat aus ihrer Sicht mit der Angst und der Unsicherheit der Betroffenen zu tun. Denn die Anbieter solcher Prepaid-Karten locken oft damit, dass sie die Karte ohne Schufa-Auskunft ausgeben. Das Angebot richtet sich also an Menschen, die ohnehin Zahlungsprobleme haben und Angst davor haben, keine Verträge mehr abschließen zu können. „Mit dieser Angst machen solche unseriösen Anbieter ihr Geschäft“, meint Manuela Duda. Sie warnt daher eindringlich davor, solche Zusatz-Dienstleistungen zu unterschreiben.

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