Stadtverkehr

Von Essen-Borbeck aus flitzen Betreuer jetzt durch die Stadt

Sparkassen-Filialleiter Marc Tiller (2. v. l.) übergab jetzt mit Kollegin Olga Khani in Borbeck die beiden E-Bikes an Stephan Verhoeven (links), Teamleiter Dirk Krüger und Thomas Konings.

Sparkassen-Filialleiter Marc Tiller (2. v. l.) übergab jetzt mit Kollegin Olga Khani in Borbeck die beiden E-Bikes an Stephan Verhoeven (links), Teamleiter Dirk Krüger und Thomas Konings.

Foto: Julia Tillmann / FUNKE Foto Services

Essen-Borbeck.  Um 300 Kunden kümmert sich der Borbecker Betreuungsverein. Mit E-Bikes kommen die Mitarbeiter jetzt flotter durch den Verkehr

Schon das Ziel des Betriebsausflugs des Betreuungsvereins Borbeck war außergewöhnlich: Die Demonstration zum Welt-Klima-Tag im September in der Innenstadt. Und der Beschluss, den die achtköpfige Belegschaft dort fasste, ist es noch immer: Sie entschied sich spontan, künftig auch mit Elektro-Fahrrädern im Stadtgebiet unterwegs zu sein. Und zwar aus Umweltschutzgründen, aber auch zum eigenen flotten Vorankommen.

In Essen-Borbeck ist der Sozialdienst katholischer Frauen ist der Trägerverein

Träger des Betreuungsvereins ist der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) mit Sitz am Dionysiuskirchplatz in Borbeck. Die sechs Betreuer, unterstützt von zwei Kolleginnen in der Verwaltung, kümmern sich von dort aus um die Belange von rund 300 Menschen, verteilt über das Stadtgebiet. „Wir müssen oft zu den Behörden wie zum Beispiel dem Job-Center fahren. Der Straßenverkehr wird immer dichter, da ist ein E-Bike eins der schnellsten Fortbewegungsmittel“, sagt Dirk Krüger (57), Dipl. Sozialarbeiter und Vereinsbetreuer. Schnell kämen mehrere tausend Kilometer pro Jahr zusammen.

Zeitraubend seien auch Besuche in Krankenhäusern. „Die Gesundheitssorge ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Aber mit dem Auto einen Krankenhausparkplatz zu suchen, ist ein echter Zeitfresser“, ergänzt Betreuer Thomas Konings. Ein E-Bike sei da allemal praktischer.

Bei der Anschaffung der E-Bikes, die von der Gesellschaft für Soziale Dienstleistungen (GSE) empfohlen wurden, konnten die Betreuer auf die Unterstützung der Sparkasse Essen setzen. Sie gab einen Zuschuss in Höhe von 1500 Euro zu den Gesamtkosten von 5300 Euro. „Das Geld stammt aus unserer Lotterie ,PS-Sparen’. Vier Millionen Lose sind im Umlauf, so dass die Sparkasse eine Million Euro spenden kann“, erklärt Marc Tiller, Leiter der Borbecker Filiale, wo die E-Bikes jetzt übergeben wurden.

Ob es jetzt erst einmal bei den nur zwei Elektrofahrrädern bleibt, muss der Alltag zeigen. Wenn der Trend zu weiteren Flitzern geht – und danach sieht es bei den umweltbewussten Betreuern aus – dann werden sich die Borbecker auf die Suche nach weiteren Sponsoren machen.

Außerdem fehlen am Vereinssitz noch Fahrradgaragen, damit die Räder nicht immer nach Feierabend in den Keller getragen werden müssen. Immerhin wiegen sie 22 Kilogramm.

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