Weihnachtszirkus

Vorhang auf für den ersten Essener Weihnachtszirkus

Anmutig balancierte die junge Artistin über das Seil.

Anmutig balancierte die junge Artistin über das Seil.

Foto: Stefan Arend

Essen.   Artistenfamilien aus Burgaltendorf und Wetzlar organisieren erstmals den Essener Weihnachtszirkus. Vorstellungen gibt es noch bis zum 7. Januar.

Der erster Essener Weihnachtszirkus gastiert zurzeit im Löwental in Werden. Noch bis Sonntag, 7. Januar, bieten die Artisten dort traditionelle Zirkuskunst für die gesamte Familie.

Hereinspaziert: Die ersten Vorstellungen verliefen jedenfalls vielversprechend. Allerlei Schabernack, Artistik, Akrobatik und kleine Tier-Kunststücke sorgten bei den Gästen des ersten Essener Weihnachtszirkus‘ für Begeisterung. Und das mitten in einem Campingpark. Aber natürlich in einem richtigen Zirkuszelt, das bei den kalten Temperaturen auch ordentlich beheizt war. Die Familie Sperlich aus Burgaltendorf und ihre Freunde, die Zirkusfamilie Neigert aus Wetzlar, hatten sich diese Idee einfallen lassen und wagten das Experiment Weihnachtszirkus, das beim Publikum sehr gut ankam.

Festtage und Jahreswechsel im Wohnwagen

„Handgemachte Zirkuskunst erleben, mitfiebern, träumen und staunen – aus diesen Gründen gehen die Leute zwar immer noch gerne in den Zirkus, aber das Geschäft wird immer schwieriger“, erklärt Zirkusdirektor Gino Sperlich. Sein Kollege Remo Neigert vom Zirkus Altano sorgte als Weihnachtsmann verkleidet für Vergnügen. Man habe eigentlich schon im letzten Jahr vorgehabt, zusammen etwas über die Weihnachtszeit zu veranstalten. Nun habe es endlich geklappt, auch dank der guten Kooperation mit dem Betreiber des Campingparks im Werdener Löwental.

Für Familie Neigert aus dem hessischen Wetzlar bedeutet das Mitwirken am Weihnachtszirkus, die Festtage und den Jahreswechsel im Wohnwagen zu verbringen, fernab von der Heimat. Seiner Frau, die wie alle Familienmitglieder bei einigen Zirkusnummern mitwirkt, mache das aber nichts aus. Ein Weihnachtsessen habe es trotzdem gegeben. Ganz klassisch Kartoffelsalat mit Würstchen, sagt Neigert mit einem Augenzwinkern. Die Begeisterung der Gäste mache die Entbehrungen, die für eine Zirkusfamilie ja nun einmal dazugehörten, wieder wett.

Hunderevue mit drei imposanten Königspudeln

Für die Artisten gab es nach der abwechslungsreichen Vorführung mit weihnachtlicher Stimmung verdienten Applaus. Besonderen Beifall gab es zum Beispiel für den unermüdlichen Einsatz der jugendlichen Artisten, aber etwa auch für die lustige Hunderevue mit drei imposanten schwarzen Königspudeln, die mit kecken Weihnachtsmützen auf den Köpfen ihre Kunststücke zeigten. Für ein fulminantes Ende sorgte ein Feuerschlucker, dessen Flammen fast bis zur Kuppel des Zirkuszeltes reichten. Natürlich spielten auch die beiden Clowns Nikki und Beppo immer wieder mit und hatten die Lacher des Publikums auf ihrer Seite.

Der Essener Weihnachtszirkus gastiert noch bis zum Ende der ersten Januarwoche im Löwental 67 in Werden auf dem Gelände von Knaus Campingpark. Die Artisten sowie alle Helfer vor und hinter den Kulissen freuen sich ganz besonders auf die Silvestergala mit Tanz, Buffet und großem Feuerwerk zum Abschluss. Einlass ist um 19.30, Beginn der Vorstellung um 20 Uhr.

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