Shopping

Weihnachtsgeschäft - nach dem Fest kommt die Umtausch-Welle

Foto: Sebastian Konopka

Foto: WAZ FotoPool

Foto: Sebastian Konopka Foto: WAZ FotoPool

Essen.   Nach der Bescherung herrscht in der Innenstadt wieder Trubel. Die Massen drängen sich durch die Straßen. Gutscheine, Geldgeschenke und der Umtausch füllen die Läden und Einkaufszentren.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Zu groß, zu klein, doppelt im Schrank: Von Elektrowaren über Kleidung bis hin zu Schmuck – irgendwie kann man es nicht jedem Beschenkten Recht machen. „Hose und T-Shirt fallen zu klein aus“, beklagt Fabienne Kahlert das unpassende Geschenk und sucht nun etwas Neues bei Sportscheck an der Limbecker Straße. „Eine Verkäuferin mit ähnlicher Statur hat es extra vorher anprobiert“, bedauert die Mutter. Doch der Umtausch gegen ein passendes Outfit ist kein Problem; auf Wunsch gibt es auch Bargeld zurück – für Weihnachts-Fehlkäufe sogar bis zum 7. Januar (mit Kassenbon).

Die Gelegenheit nutzt Matthias Kohnen doch glatt, und steckt sich lieber erstmal die 50 Euro ein, die es für Mutters geschenkte Jacke zurück gab. Dass Eltern Geschmack und Größe ihrer Kinder nicht immer genau kennen, kann auch Tim bestätigen. Das neue Snowboard ist nämlich zu groß – beziehungsweise zu breit. Der 27-Jährige muss den Winterurlaub in Österreich deshalb aber nicht verschieben: Das passende Board liegt schon für ihn bereit.

Verhältnismäßig "normal"

Während die Kunden entspannt ihre Waren um-, oder Geld und Gutscheine eintauschen, bringt der erste Tag nach dem geruhsamen Fest für die Händler noch mal richtig Arbeit. „Es wird weniger umgetauscht als im Vorjahr“, berichtet Victoria Esser, Center Managerin im Limbecker Platz. Dennoch drängen sich die Menschenmassen durch die Shopping-Mall, zum Beispiel in den Elektromarkt Saturn. „Wir tauschen alles um, was nicht mutwillig zerstört wurde“, sagt Vertriebsleiter Björn Tolls. Nach dem Weihnachtsfest werde sogar die normale Kulanzzeit von zwei Wochen aufgehoben. Sprich: Selbst Weihnachtsgeschenke die schon vor mehr als 14 Tagen vor dem Fest gekauft wurden, könnten gegen einen Gutschein eingetauscht werden.

Die Umtauschwelle, sie schwappt weiter durchs östliche Zentrum. In der Mayerschen Buchhandlung am Markt „geht einiges zurück“, sagt Filialleiterin Konstanze Hüls. Voll sei es, doch der Ansturm verlaufe bislang verhältnismäßig „normal“. Innerhalb von vier Wochen können doppelte oder unerwünschte Präsente eingetauscht werden. Notwendig ist dafür lediglich der Kaufbeleg, dann gibt’s einen Gutschein oder den Kaufpreis zurück.

Geld-zurück-Service

Wenn man, wie die Galeria Kaufhof, ein breites Sortiment an Geschenk-Artikeln anbietet, dann ist der Umtausch-Andrang natürlich entsprechend. Ob Parfüm, Schmuck oder Mode – die Fehlgriffe werden zurückgegeben. In Essen zeige man sich „sehr kulant“, betont Geschäftsführer Ralf-Peter Irrenberg. „Querbeet durchs Haus“ verlaufe die Umtauschwelle. Auch hier gilt: Kaufbeleg mitbringen und der Umtausch ist kein Problem.

Dass der Geld-zurück-Service nicht selbstverständlich ist, erlebt Elisabeth Czoska beim Schmuckhändler. Die 77-Jährige will das Armband zurückgeben, das ihr die Tochter unter den Baum legte, weil sie es bereits im Schmuckkästchen habe. Doch im Laden heißt es mit vorgehaltenen Geschäftsbedingungen salopp: Nur gegen Gutschein. Einen Umtauschversuch war’s wert.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik