Umweltspur

Zu steil gebaut: Teure Panne beim Bau der Essener Umweltspur

An der fast fertiggestellten Rampe, die Radfahrer ab Oktober auf einen sicheren Radweg durch Tunnel der Bernestraße führen soll, wurde ein Teil des frisch verlegten Pflasters wieder aufgenommen.

An der fast fertiggestellten Rampe, die Radfahrer ab Oktober auf einen sicheren Radweg durch Tunnel der Bernestraße führen soll, wurde ein Teil des frisch verlegten Pflasters wieder aufgenommen.

Foto: Foto: Kerstin Kokoska / FUNKE Foto Services

Essen.  Ein Teil einer neuen Rampe, die Radfahrer auf Essens erste „Protected Bike Lane“ führen soll, wurde wieder abgerissen. Kosten sind fünfstellig.

An Essens erster Umweltspur wird noch gebaut, eine Panne hat es dabei bereits gegeben. Und zwar an der Zufahrt auf die sogenannte „Protected Bike Lane“. Die durch eine rund 80 Zentimeter hohe Mauer von der Fahrbahn getrennte Radspur soll Fahrradfahrer sicher durch den Tunnel der Bernestraße führen.

Eine 35 Meter lange Rampe verbindet die „Protected Bike Lane“ mit der Weiglestraße. Für Radfahrer, die aus Richtung Hauptbahnhof kommen, führt eigens eine Zufahrt auf die Rampe. Diese war allerdings viel zu steil angelegt worden. beklagten Radfahrer, die schon einmal verbotenerweise Probe gefahren waren. Denn noch hat die Stadt die Rampe gar nicht freigegeben. Stürze seien vorprogrammiert.

Baupläne weisen an der Rampe auf die „Protected Bike Lane“ acht Prozent Steigung aus

Baupläne weisen auf der Zufahrt eine Steigung von acht Prozent aus. Inzwischen wurde das frisch verlegte Pflaster wieder aufgenommen. Die neue Zufahrt auf die Rampe soll flacher und fahrradfreundlicher ausfallen. Das Amt für Straßen und Verkehr beziffert die zusätzlichen Kosten vage auf eine fünfstellige Summe. Für die gesamte „Protected Bike Lane“, die am Varnhorstkreisel endet, waren bislang 458.000 Euro veranschlagt. Fahrradfahrer dürfen die 3,50 Meter breite Radspur übrigens in beide Richtungen nutzen.

Staus während der Bauarbeiten sind laut Stadt kein Vorgeschmack auf die Umweltspur

Anfang Oktober soll es soweit sein. Bis dahin soll die Umweltspur fertig sein. Zwischen Bernestraße und Friedrich-Ebert-Straße wird auf dem östlichen Innenstadtring derzeit an mehreren Stellen daran gearbeitet. Staus, die dort nahezu täglich zu beobachten sind, seien nicht etwa ein Vorgeschmack auf das, was Verkehrsteilnehmer dort erwartet, versichert Essens Verkehrsdezernentin Simone Raskob. Die Baustellen benötigten zusätzlichen Platz. Modellversuche und Berechnungen am Computer hätten gezeigt: „Die Umweltspur funktioniert.“

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