Transalp

Zwei Essener Radler bezwingen die Alpen – für die gute Sache

Erinnerungsfoto von der Transalp 2019: Die beiden Essener Klaus Wermker (76) und Arndt Paykowski (50) haben schon ein Dutzend mal an der Tour über die Alpen teilgenommen.

Erinnerungsfoto von der Transalp 2019: Die beiden Essener Klaus Wermker (76) und Arndt Paykowski (50) haben schon ein Dutzend mal an der Tour über die Alpen teilgenommen.

Foto: Paykowski/Wermker / Ruhrmasters

Essen.  Kein Muskelkater, dafür ein gut gefülltes Spendenkonto: Das ist die Bilanz der Ruhrmasters Klaus Wermker und Arndt Paykowski nach der Transalp.

Klaus Wermker (76) und Arndt Paykowski (50) sind in diesem Sommer über die Alpen geradelt - für sich und für die Essener Ehrenamt Agentur. Die beiden unterstützen das Projekt Glückskind, bei dem sich Erwachsene als Paten um Grundschüler kümmern. 3525 Euro sind so bisher zusammengekommen.

Herr Paykowski, Herr Wermker: Sie haben in einer Woche 800 Kilometer und 18.000 Höhenmeter auf dem Rad zurückgelegt – was überwog bei der Zieleinfahrt: Glücksgefühl oder Muskelkater?

Klaus Wermker: Kein Muskelkater, Vorfreude auf Dusche, Essen, Stadtbummel in Riva und ein wenig Wehmut, weil es schon wieder vorbei ist.

Sieben Tage lang fast 40 Grad – das war hart

Eine kleine Bilanz: Gab’s Pannen, Rekorde, Hitze und landschaftliche Highlights?

Wermker: Zum Glück keine Pannen oder Stürze. Die Hitze war in diesem Jahr die größte Herausforderung. sieben Tage lang hatten wir tagsüber 36-38 Grad im Schatten. Allerdings hatten wir wenig Schatten, dafür landschaftliche Schönheiten in reicher Zahl. Auf unserem Blog Ruhrmasters.de gibt es viele schöne Fotos. Schön war es auch, alte Bekannte wieder zu treffen – einige kennen wir seit über zehn Jahren – und neue Menschen kennen zu lernen. Freude über die Spenden für das Projekt von vielen Freunden und Verwandten und jetzt auch noch von der Deutsche Bank Stiftung 2000 Euro.

Arndt Paykowski: Es ist wunderbar, diese Tour jetzt zum tatsächlich 12. Mal pedaliert zu sein. Immer in der gleichen Kombination mit meinem Freund Klaus. Mit ihm und keinem anderen. Jeden Tag sechs bis sieben Stunden auf dem Sattel bedeutete für mich auch, einmal wieder ganz bei sich zu sein und sich selbst zu spüren. Sich selbst zu reflektieren und das was man beruflich tut sowie die eigene familiäre Situation. Mit der täglichen Ausdauerleistung und der Anstrengung war wieder ein Genuss nachmittags und abends im Hotel zur Ruhe zu kommen und zu regenerieren und gemeinsam das Erlebte zu reflektieren. Zudem hat es uns großen Spaß gemacht dies in unserem Blog „Ruhrmasters.de“ täglich mit Text und Bildern zu berichten und Feedback zu bekommen. Mit unseren diesjährigen Team-Trikot „Auf Kohle geboren“ sind wir wieder als Botschafter unserer wunderbaren Region wahrgenommen worden.

Sie haben mal gesagt: „Der Marathon ist für viele der ultimative Männlichkeitsgewinn – das haben wir hinter uns“. Nun haben sie schon mehrfach radelnd die Alpen überquert, was kann da noch kommen?

Wermker: Was kann da noch kommen? Wenn ich gesund bleibe, werde ich noch wenigstens zweimal die Transalp fahren, die letzte – so der Plan heute – mit 80 Jahren. Obwohl – einige Freunde glauben nicht, dass ich dann aufhöre damit.

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