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Fröndenberg: Was im neuen Mietspiegel für 2020 steht

Fröndenberg hat einen neuen Mietspiegel. Er soll Mietern und Vermietern helfen, den richtigen Preis für ihre Wohnungen festzulegen.

Fröndenberg hat einen neuen Mietspiegel. Er soll Mietern und Vermietern helfen, den richtigen Preis für ihre Wohnungen festzulegen.

Foto: Ole Spata / dpa

Fröndenberg.  Fröndenberg bekommt zum Januar 2020 einen neuen Mietspiegel. Er hilft Mietern und Vermietern, den richtigen Preis für ihre Wohnungen zu finden.

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Die Ruhrstadt bekommt zum 1. Januar 2020 einen Mietspiegel. Der bietet eine Übersicht über die Mietpreise im Stadtgebiet. Er soll Mietern wie Vermietern dabei helfen, die Kosten vergleichbarer Wohnungen nachzuschlagen und so einen angemessenen Preis festzulegen.

Dabei wird die Miete in staatlich nicht unterstützten Wohnungen in Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage verglichen. Für die Ruhrstadt werden die Netto-Kaltmiete für unmöblierte Wohnungen zwischen 25 und 150 Quadratmetern gelistet.

Der Mietspiegel gibt dafür eine Preisspanne mit einer Ober- und Untergrenze aus. Was die Wohnung unterm Strich kostet, hängt dabei von mehrere Faktoren ab.

Alter der Wohnung

Ausschlaggebend für die Höhe der Mieten ist das Alter der Wohnungen. Für Wohnungen bis Baujahr 1949 werden im Schnitt 4,66 Euro pro Quadratmeter fällig. Wohnungen ab 2010 sind rund 50 Prozent teurer, kosten im Vergleich dazu durchschnittlich 6,43 Euro pro Quadratmeter.

Wohnungsgröße

Standardgröße in Fröndenberg sind 70 bis 94 Quadratmeter Wohnraum. Wohnungen, die zwischen 25 und 40 Quadratmetern groß sind, kosten dabei im Schnitt 60 Cent mehr pro Quadratmeter. Wohnungen zwischen 130 und 150 Quadratmeter bis zu 15 Cent weniger.

Beheizung

Auch die Heizungsart spielt eine Rolle. Für gewöhnlich wird in der Ruhrstadt mit Gas oder Öl geheizt. Fernwärme führt meist zu einem Nachlass von 30 Cent, Nachtspeicher- oder Stromheizungen zu 20 Cent Mietpreissenkung.

Ausstattung

Grundausstattung einer Fröndenberger Wohnung sind laut Mietspiegel ein Badezimmer mit Toilette sowie einer Dusche oder Badewanne. Ebenfalls gehören ein Balkon oder eine Terrasse dazu, eine Isolierverglasung der Fenster sowie ein einfacher oder mittlerer Bodenbelag (zum Beispiel Laminat).

Bodenbeläge wie PVC-Fußböden, Einfachverglasung oder ein schlechter Wohnungszuschnitt mindern die Miete meist um 10 Cent pro Quadratmeter; weitere Badezimmer, große Fliesen oder auch eine Dreifachverglasung erhöhen die Miete um 10 Cent.

Modernisierungsmaßnahmen

Vom Vermieter durchgeführte Modernisierungsmaßnahmen führen – abhängig davon, wie viele Jahre sie bereits zurückliegen und was alles getan wurde – zu einer Mietminderung bis 40 Cent pro Quadratmeter.

Modernisierungsmaßnahmen an Bädern, Wärmedämmung, Heizungsanlage oder Fenster und Türen haben dabei Einfluss auf den Mietpreis.

Wohnart

Ebenfalls einen Einfluss auf den Mietpreis hat das Stockwerk, in dem sich die Wohnung befindet, wie viele Wohneinheiten sich in einem Gebäude befinden oder ob die Wohnungen durch einen Aufzug zugänglich sind.

Wohnungen im Dachgeschoss oder Ein-Zimmer-Wohnungen mindern die Miete, Einfamilienhäuser erhöhen sie um bis zu 50 Cent.

Lage

In welchem Ortsteil die Wohnung liegt, spielt für den Mietspiegel keine Rolle. Die überwiegende Mehrheit der Wohnungen befindet sich in Wohngebieten oder Gebieten mit gemischter baulicher Nutzung, wenig Grünfläche und hohem Verkehrsaufkommen. Trotzdem ist der Parkraum im Schnitt ausreichend, ebenso wie die Verkehrsanbindung. Auch eine ausreichende Nahversorgung ist im Regelfall gewährleistet.

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