Kultur in Buer

Auf der Orgel in Buer erklingen kölsche Tön’

Otto Maria Krämer entlockt der Orgel in der Propsteikirche St. Urbanus in Buer kölsche Tön’.

Otto Maria Krämer entlockt der Orgel in der Propsteikirche St. Urbanus in Buer kölsche Tön’.

Foto: Erwin Pottgiesser

Gelsenkirchen-Buer.   Das Veranstaltungswochenende im Stadtnorden hält diesmal viele Überraschungen bereit.

Das Veranstaltungswochenende im Stadtnorden hält diesmal viele Überraschungen bereit. Kinder präsentieren ein Benefizkonzert im Horster Schloss, ein Organist entlockt seinem Instrument kölsche Tön’und das Kabarett erklärt, warum früher alles besser war.

Welt zum Gegenstand

Spektrum Unter dem Titel „Welt zum Gegenstand“ zeigen ab dem heutigen Tage 22 Studierende der Klasse von Professor Klaus Weber von der Kunstakademie Münster ihre Arbeiten in Buer. Damit wird die traditionelle Reihe der Klassenausstellungen vom Kunstverein Gelsenkirchen fortgeführt.

Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 22. Februar, um 19 Uhr im Kunstmuseum Gelsenkirchen, Horster Straße 5-7. Der Eintritt ist frei.

Ende einer Werkschau

Mit einer Finissage geht die Ausstellung „Warme Gedanken auf kalten Strukturen“ von Simone Wiechern und Gabi Erbe in diesen Tagen zu Ende. Dabei wird ein Gemeinschaftsbild versteigert, das bei der Vernissage unter Anleitung von Gabi Erbe nach der Methode der Neurographik entstanden ist. Der Erlös geht an das heilpädagogische Zentrum in Bottrop Kirchhellen, einer Tageseinrichtung für Kinder.

Los geht es am Samstag, 23. Februar, um 17 Uhr im Kunstkiosk am Nordring. Der Eintritt ist frei.

Benefizkonzert im Schloss

Die Musikschule „Pianofortelier“ lädt in Kooperation mit dem Projekt „Kinder für Kirche“ bereits zum siebten Mal zu einem Benefizkonzert ins Horster Schloss ein. Das Programm, für welches die Schüler verantwortlich zeichnen, ist so facettenreich wie der Geschmack der jungen Musiker. Dabei gibt es sogar einige Eigenkompositionen zu hören. Das Projekt „Kinder für Kirche“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern unter der Armutsgrenze zu helfen. In Gelsenkirchen betrifft das rund ein Viertel der Kinder.

Konzertbeginn ist Samstag, 23. Februar, um 18.30 Uhr an der Turfstraße 21. Der Eintritt kostet 9 Euro.

Jeck an der Orgel

Was sich da in der Propsteikirche ankündigt, ist etwas ganz Besonderes: Unter dem Titel „Mer losse d’r Dom en Buer“ findet hier ein jeckes Orgelkonzert statt. Zu Gast ist Otto Maria Krämer. Er ist Dozent für Orgelimprovisation an der Musikhochschule Köln. Der renommierte Organist improvisiert über Karnevalsmusiken. So erklingt beispielsweise ein Bolero über „Echte Fründe“ oder eine Suite über „Die Karawane zieht weiter“. Sein Spiel wird auf einer Leinwand übertragen.

Los geht es am Sonntag, 24. Februar, um 16 Uhr in St. Urbanus. Der Eintritt ist frei.

Russische Lieder und Jazz

Facettenreicher kann ein musikalischer Nachmittag kaum sein: Die gefeierte Mezzosopranistin Aleksandra Koteneva ist seit kurzem in Deutschland. Mitgebracht hat sie ein Konzert, das einen Bogen spannt von beliebten geistlichen Arien zu Liedern von Dvorak, Händel, Mendelssohn und Mozart. Nach einer Pause erklingen russische Volkslieder, Romanzen und auch Songs aus den Genres Musical und Jazz. Die Sängerin ist Preisträgerin vieler internationaler Wettbewerbe, gefragte Chorleiterin und Stimmbildnerin. Sie wird begleitet von ihrem Mann Vladimir Kotenev.

Konzertbeginn am Sonntag, 24. Februar: 17 Uhr; Christuskirche, Bergstraße 7. Der Eintritt ist frei.

Humor zum Wochenstart

Bernd Matzkowski, kulturell nicht nur im Stadtsüden legendär, lässt nun auch den Stadtnorden teilhaben an seinem neuen Programm mit dem Titel „Früher war (auch nicht) alles besser!“. Wie der Kabarettist findet, „Das passende Programm zur aktuellen Stimmungslage“. Laut einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung sind 61 Prozent der Deutschen nostalgisch und finden: „Früher war alles besser“. Wie damit umgehen?

Ganz einfach, meint Matzkowski, der sein Publikum in einer „Vor-Lesung“ mitnimmt auf eine Zeitreise. Hätte Özi mit einer modernen Funktionsjacke länger überlebt? Kann man „coffee to go“ auch einfach mitnehmen? Was erwartet den Kunden in einem Geschäft, das „Goldene Finger“ heißt? Solchen und anderen Problemen geht Matzkowski in seinem neuen Programm nach.

Wer das miterleben will, sollte sich am Sonntag, 24. Februar, um 19.30 Uhr in der Werkstatt an der Hagenstraße 34 einfinden. Der Eintritt kostet 10 Euro.

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