Politik

3900 Menschen in Gelsenkirchen nutzen das Sozial-Ticket

Das Sozialticket kostet derzeit monatlich 29,90 Euro.

Das Sozialticket kostet derzeit monatlich 29,90 Euro.

Foto: WAZ FotoPool

Gelsenkirchen.   Eine Erfolgsgeschichte ist das Sozial-Ticket nicht. In Gelsenkirchen nehmen 3900 Menschen das Angebot wahr und nutzen den Öffentlichen Nahverkehr im Bereich der Stadt (Preisstufe A). Bedeutet das für GE gegenüber dem Jahr 2012 eine Steigerung von über 40 Prozent, kletterte die VRR-Quote im selben Zeitraum von sieben auf immer noch magere neun Prozent der Berechtigten.

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Ehe der Rat der Stadt das Sozial-Ticket im November 2011 einführte, gab es hitzige Diskussionen über die Höhe des Preises. Das Bürgerbündnis, damals Ratsfraktion, bezeichnete die 29,90 Euro monatlich als viel zu hoch gegriffen. Bezieher von Wohngeld, Sozialhilfe, Hartz IV oder Asylbewerber könnten sich das nicht leisten.

Nun, drei Jahre später, fragte der SPD-Stadtverordnete Manfred Peters im Sozialausschuss nach aktuellen Zahlen. Klar ist: Eine Erfolgsgeschichte ist das Ticket nicht. In Gelsenkirchen nehmen 3900 Menschen das Angebot wahr und nutzen den Öffentlichen Nahverkehr im Bereich der Stadt (Preisstufe A). Bedeutet das für GE gegenüber dem Jahr 2012 eine Steigerung von über 40 Prozent, kletterte die VRR-Quote im selben Zeitraum von sieben auf neun Prozent der Berechtigten.

Ausgleichszahlungen aus Düsseldorf

Der VRR, der für das laufende Jahr und für 2015 mit einem durchschnittlichen Absatz in Höhe von 107.000 Tickets monatlich rechnet, kommt angesichts dessen in Finanzierungsnöte. Das Gesamtdefizit erreicht in 2014 wohl ein Volumen von 20,4 Millionen Euro. Zwar greift das Land mit Ausgleichszahlungen ein, allerdings reichen die 16,5 Millionen Euro aus Düsseldorf nicht. Zur Deckung müssen 10 Millionen Euro nicht verbrauchter Mittel des Jahres 2013 herangezogen werden.

Für 2015 stellt der VRR die Prognose, dass trotz einer Preisanpassung zum 1. Januar 2015 um einen Euro auf dann 30,90 Euro je Ticket der Finanzierungsbedarf auf 21,3 Millionen Euro steigen wird. Dass das Land dafür geradesteht, davon ist angesichts der Haushaltslage nicht auszugehen – ein Projekttod auf Raten.

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