Fachtagung

Gelsenkirchener Familienzentren kämpfen gegen Armutsfolgen

Markus Bühler, Claudia Fleiss und Gekita-Leiterin Holle Weiß werben für die Arbeit der Familienzentren. Das Foto entstand im in der Kita  Schulstraße Noah (4), Marla (4), Maria (2) und Leonie (5) (v.l.).

Markus Bühler, Claudia Fleiss und Gekita-Leiterin Holle Weiß werben für die Arbeit der Familienzentren. Das Foto entstand im in der Kita Schulstraße Noah (4), Marla (4), Maria (2) und Leonie (5) (v.l.).

Foto: Michael Korte / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  Eine Tagung stellte Gelsenkirchener Mitarbeitern von Familienzentren neue Projekte vor. Im Fokus steht der Kampf gegen Armutsfolgen für Kinder.

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Familienzentren wurden eingerichtet, um alle Kinder optimal unterstützen zu können – unter anderem bei Bedarf durch Unterstützung der Eltern. Aber inwieweit und mit welchen Mitteln kann die Arbeit von Familienzentren wirklich die Potentiale von Kindern, die aus benachteiligten, von Armut betroffenen Familien, gezielt fördern im Dienste der Chancengleichheit? Diese Frage stand im Mittelpunkt der diesjährigen Fachtagung der mittlerweile über 40 Familienzentren in der Stadt. Alle zwei Jahre treffen sich die Experten vor Ort zum Austausch und zur Information. Themenschwerpunkt diesmal war Kinderarmut und die Vermeidung möglicher negativer Folgen der Armut für die Potentialentwicklung der Kinder.

130 Experten trafen sich dafür im Wissenschaftspark, verfolgten die Impulsreferate von Gerda Holz vom Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik in Frankfurt sowie von Antje Richter-Kornweitz Akademie für Sozialmedizin, die „Resilienzförderung in Kindertagesstätten referierte. In Foren schließlich informierten sich die 130 Teilnehmer zu verschiedenen Projekten in der Stadt. Da ging es um die Bildungsbegleiter in Ückendorf im Rahmen des „Zukunft früh sichern“-Projektes ebenso wie um Möglichkeiten der Stärkung der Zusammenarbeit mit Eltern durch „milieusensiblen Zugang“.

Effektive Erziehungsnetzwerke knüpfen

Handlungsansätze für den Alltag, die Botschaften hinter dem Verhalten von Kindern entschlüsseln helfen soll, bietet ein weiteres Projekt mit dem Titel „Marte Meo“ an, mit Hilfe von Videoclips. Gelungene Erziehungspartnerschaft, wie sie in Monheim praktiziert wird, ergänzt diesen Ansatz, der ebenfalls „Marte Meo“ nutzt. Dabei geht es auch um das Knüpfen von Erziehungsnetzwerken, die auch in Gelsenkirchen bereits im Aufbau sind. Das Bewusstsein für eine Vorurteile gegenüber Eltern und Kinder zu schärfen hatte eine weitere Arbeitsgruppe im Blick.

Die Zahl der Familienzentren mit ihren die Kitaarbeit unterstützenden stadtteilnahen Unterstützungsangeboten für Familien soll auch künftig – mit Landesunterstützung – weiter ausgebaut werden. In diesem Jahr waren drei neue Zentren dazugekommen.

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