Kundgebung

Neue „besorgte Bürger“? Gelsenkirchener Bündnis ruft zu Demo

In Essen-Steele demonstrierten im vergangenen September zahlreiche Menschen gegen rechts – das Gelsenkirchener Aktionsbündnis gegen Rassismus und Diskriminierung ruft für Montag, 17. Februar, zu einer Demo, um gegen einen geplanten „Spaziergang im Stadtgebiet“ zu demonstrieren.

In Essen-Steele demonstrierten im vergangenen September zahlreiche Menschen gegen rechts – das Gelsenkirchener Aktionsbündnis gegen Rassismus und Diskriminierung ruft für Montag, 17. Februar, zu einer Demo, um gegen einen geplanten „Spaziergang im Stadtgebiet“ zu demonstrieren.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  Gelsenkirchens erster „Spaziergang im Stadtgebiet“ findet am Montagabend statt. Das Aktionsbündnis gegen Rassismus ruft zu Gegenprotesten auf.

„Niemand braucht rechte Bürgerwehren“ – unter diesem Motto ruft das Gelsenkirchener Aktionsbündnis gegen Rassismus und Diskriminierung zu einer Kundgebung am Montag, 17. Februar, ab 18 Uhr auf. Der Grund: Ein Aufzug, wie die Polizei es offiziell nennt, der unter dem Motto „Spaziergang im Stadtgebiet“ bei der Behörde eine halbe Stunde später, um 18.30 Uhr, angemeldet ist.

Gelsenkirchen: „Spaziergang im Stadtgebiet“ ist ordnungsgemäß angemeldet

Wer den „Spaziergang im Stadtgebiet“ organisiert, ist bislang nicht offiziell bekannt. Von Seiten der Polizei heißt es, dass die Veranstaltung „ordnungsgemäß angemeldet“ worden sei. Und: Man werde sie polizeilich begleiten. Sie ist, so die Polizei weiter, für eine Stunde angesetzt, soll ihr Ende um 19.30 Uhr finden. Ort des Geschehens ist der Innenstadtbereich.

Die Gegenkundgebung, offiziell angemeldet von der Partei „Die Partei“, findet auf dem Bahnhofsvorplatz statt. „Wir wollen ein Zeichen gegen Rassismus und Spaltung setzen“, erklärt Marc Meinhardt, erster Vorsitzender von „Die Partei“ des Kreisverbandes Gelsenkirchen.

Gelsenkirchen: Alle sind aufgerufen, sich dem Gegenprotest anzuschließen

„Als antifaschistisches Bündnis stellen wir uns klar gegen diese Einschüchterungsversuche und rufen alle Menschen auf, sich dem Gegenprotest anzuschließen“, so Adrianna Gorczyk (Bündnis 90/Die Grünen) für das Aktionsbündnis. Und sie fügt hinzu: „Gelsenkirchen kann sicherlich viel gebrauchen, zum Beispiel mehr Geld für die soziale Infrastruktur wie Streetwork oder auch mehr Hilfe für Opfer von Gewalt. Was wir hier aber nicht gebrauchen können, ist eine rechte Bürgerwehr.“

Es wäre der erste Spaziergang dieser Art in Gelsenkirchen. Ähnlich gelagerte „Spaziergänge“ – verbunden mit Protest und Gegenwehr – gab es bereits in Essen-Steele oder auch in Herne.

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