Sexueller Übergriff

Sexueller Übergriff auf Schalke: Angebliches Opfer angeklagt

In der Nordkurve der Schalker Arena soll der angebliche Übergriff auf die junge Frau stattgefunden haben.

In der Nordkurve der Schalker Arena soll der angebliche Übergriff auf die junge Frau stattgefunden haben.

Foto: Foto: Martin Möller / FFS

Gelsenkirchen.  Dramatische Wende in einem Fall von möglichem sexuellen Missbrauch bei einem Schalke-Spiel. Das vermeintliche Opfer steht jetzt unter Anklage.

Im Fall eines möglichen sexuellen Übergriffes während eines Bundesliga-Spiels des FC Schalke 04 hat es eine überraschende Wende gegeben. Wie Oberstaatsanwältin Anette Milk von der zuständigen Staatsanwaltschaft Essen dieser Zeitung sagte, wird nun „das vermeintliche Opfer wegen Vortäuschung einer Straftat und falscher Verdächtigung angeklagt“.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die 22-Jährige die sexuelle Belästigung frei erfunden hat. Auf der Videoaufzeichnung sei kein Übergriff zu erkennen. Auch habe die junge Frau ihren Platz nicht verlassen, um einen Ordner anzusprechen.

Einzelne Vorwürfe wieder zurückgenommen

Die 22-Jährige hatte seinerzeit angegeben, dass sie beim Heimspiel der Königsblauen gegen Nürnberg Ende November in der Nordkurve von einem Mann sexuell belästigt worden sei. Laut ihrer ersten Aussage soll ein Ordner, den sie danach um Hilfe gebeten hatte, sie unverrichteter Dinge wieder zurückgewiesen haben. Diesen Vorwurf hatte sie allerdings später zurückgenommen.

Die Akte liegt nun wieder beim Amtsgericht Gelsenkirchen. Das Gericht muss nun einen Termin für den Prozessbeginn festlegen.

Oberstaatsanwältin Anette Milk erklärte zudem, dass die junge Frau „bei ihrer Darstellung geblieben ist“, dass der sexuelle Übergriff tatsächlich stattgefunden habe. Obwohl das ausgewertete Videomaterial das Gegenteil zeigt.

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