Freizeit-Tipp

Auf den Spuren der Bergbauvergangenheit wandern

Wanderwege laden auch in Gladbeck zur Freizeitgestaltung ein.

Wanderwege laden auch in Gladbeck zur Freizeitgestaltung ein.

Foto: Bauer

Gladbeck  Der Sauerländische Gebirgsverein hat im Stadtgebiet fünf Rundwanderwege ausgeschildert.

. Wer gerne wandert, denkt nicht unbedingt an Gladbeck. Dabei lohnt es sich durchaus, das Stadtgebiet zu „erwandern“. Der Sauerländische Gebirgsverein hat fünf Rundwanderwege ausgeschildert. Die Routen sind auch für Radtouren geeignet. Vielleicht ein guter Tipp für Kurzentschlossene, die am langen Wochenende noch nichts vorhaben.

Bergbau-Nostalgie auf dem Weg A3

Ein Beispiel: Den Spuren des Bergbaus und des Strukturwandels begegnet man auf dem elf Kilometer langen Wanderweg A3, vorwiegend durch Brauck und Butendorf, einst Standorte von Zechen und Kokereien. Am Startpunkt, dem Schloss Wittringen, ist davon noch nichts zu sehen. Wer sich von dort auf den Weg macht, wird feststellen: Das dicht besiedelte Gladbeck ist eine „grüne“ Stadt. Zwischen Schlossteich und Brillenteich wandert man die Bohmertstraße entlang bis zur Ellinghorster Straße, dann durch das „Pelkumer Feld“ mit seinen Äckern und Wiesen.

Die ersten Zeichen der Steinkohlevergangenheit entdeckt man jenseits der B 224. Links der Kösheide türmt sich die Moltkehalde auf, Teil der Haldenlandschaft, die jetzt einen Großteil des Weges bestimmt. Man folgt dem Verlauf des Wittringer Mühlenbachs zur Mottbruchhalde – und sollte sich einen Abstecher gönnen, denn der zehnminütige sanfte Anstieg wird mit einer phantastischen Aussicht belohnt.

Entlang der alten Zechenmauer

Wieder unten angelangt, folgt man der alten Zechenmauer des früheren Bergwerks Mathias Stinnes, überquert die Roßheidestraße und wandert neben dem renaturierten Hahnenbach durch den Südpark. Vorbei am Braucker Friedhof, geht es weiter durch Ackerland und Freiflächen zum Wanderparkplatz „Linnerott“. Von dort führt der Weg durch die gleichnamige gepflegte Kleingartenanlage.

Die Sellerbeckstraße führt die Wanderer auf die Moschee an der Wielandstraße zu. Das 1998 eröffnete Gebäude mit Minarett und eindrucksvoller Kuppel dient als Gebetsraum und Kulturstätte.

Das letzte Stück des Weges führt durch Wohngebiet. Zechenhäuser, gebaut für die Arbeiter der Zeche Graf Moltke (1873-1971), stehen dort ebenso wie Einfamilienhäuser neueren Datums. In wenigen Minuten ist das Wasserschloss Wittringen wieder erreicht.

Alle markierten Gladbecker Rundwanderwege des Sauerländischen Gebirgsvereins unter diesem Internetlink.

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