Coronavirus

Corona: Auf Baustellen in Gladbeck läuft die Arbeit weiter

Die Ruine vom Möbelparadies ist so gut wie verschwunden. Nur noch ein Rest des Verkaufshauses ragt aus dem Schutt hervor.

Die Ruine vom Möbelparadies ist so gut wie verschwunden. Nur noch ein Rest des Verkaufshauses ragt aus dem Schutt hervor.

Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Bislang bremst das Coronavirus die großen Baustellen in Gladbeck kaum aus. Die Arbeiten an der neuen Brücke Beethovenstraße gehen Montag weiter.

Im Moment läuft es auf allen städtischen Hoch- und Tiefbaustellen in Gladbeck rund. Doch in Zeiten des Coronavirus´ ist das eine Situation, die sich nur allzu schnell ändern könnte. Deshalb schaut die Stadtverwaltung auch ganz genau auf die Aktivitäten auf den Baustellen und hat vor allem die großen wie die Kita Mittelstraße und den Neubau vom Heisenberg-Gymnasiums genau im Blick.

Auf der Brückenbaustelle in Zweckel geht es Montag weiter

Einen Ausfall auf einer großen städtischen Baustelle hat es ja bereits gegeben. Mehr als zwei Wochen ruhten die Arbeiten an der Brücke Beethovenstraße, weil es einen Corona-Fall unter den Bauarbeitern gegeben hat. Die gute Neuigkeit: Am Montag soll es in Zweckel weitergehen. „Dann ist die Quarantänezeit vorbei und die Baufirma kann die Tätigkeit wieder aufnehmen“, sagt der städtische Wirtschaftsförderer Peter Breßer-Barnebeck. Zudem habe die Baufirma auch bereits angekündigt, dass sie davon ausgehe, die Zwangspause wieder ausgleichen zu können, so dass wohl mit keiner zeitlichen Verzögerungen beim Brückenbau zu rechnen sei.

Das Coronavirus stellt uns, anders als andere Krankheitswellen, vor ganz besondere Herausforderungen. Erkrankt auf einer Baustelle ein Arbeiter, dann muss die ganze Kolonne in Quarantäne“, so Breßer-Barnebeck. Und nicht immer sei die beauftragte Firma dazu in der Lage, sofort eine Ersatztruppe stellen zu können.

Die Kita an der Mittelstraße soll im Frühjahr 2021 eröffnet werden

Der Hochbau der neuen Kindertagesstätte an der Mittelstraße, die auf dem Areal des abgerissenen Bonhoeffer-Hauses entsteht, ist Mitte Januar mit der Grundsteinlegung gestartet. Noch läuft auf der Baustelle alles nach Plan, und es wäre gut, wenn das auch so bleiben würde. Die Kita soll nämlich im Frühjahr 2021 eröffnen. Und der drei Millionen Euro teure Neubau wird dringend benötigt, um den Bedarf an Kita-Plätzen für die Stadtmitte sicherzustellen. In vier Gruppen soll hier Platz für 70 Kinder entstehen.

Möglichst ohne Verzögerung sollte auch der Neubau am Heisenberg-Gymnasium über die Bühne gehen. „Im Moment sind wir auch hier gut im Plan“, sagt der Wirtschaftsförderer. Die Grundsteinlegung für das neue Gymnasium, das direkt neben dem alten Schulgebäude hochgezogen wird, erfolgte Ende November 2019. Anfang 2021 soll der Bau fertig sein. Ein längerer Stillstand auf der Heisenberg-Baustelle könnte den Zeitrahmen sprengen.

Das alte Möbelparadies ist so gut wie verschwunden

Nicht mehr allzulange, dann ist die Möbelhausruine Tacke am Bramsfeld komplett verschwunden. Nur noch ein Rest des ehemaligen mehrstöckigen Verkaufsgebäudes ragt wie ein skurriles Skelett aus Beton und Eisenträgern in den strahlend blauen Märzhimmel.

Diese Baustelle ist zwar keine städtische, die Stadtverwaltung informiert sich aber auch hier immer wieder über den Stand der Arbeiten. „Alles läuft normal weiter“, so Breßer-Barnebeck. In wenigen Tagen sollte auch der letzte Rest des Möbelhauses, das vor über zwanzig Jahren geschlossen wurde, nur noch ein Haufen Schutt sein. Sind die Abrissarbeiten beendet, soll die Fläche „baureif“ verkauft werden Auf dem Areal des alten Möbelhauses sollen Mehrfamilienhäuser entstehen. Auf dem früheren Parkplatz und der Brachfläche dahinter sind Einfamilienhäuser geplant. Dafür muss allerdings noch ein Bebauungsplan erstellt werden.

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