Coronavirus

Corona-Ausbruch: DRK Gladbeck testet weiter in Gütersloh

DRK und Bundeswehr sind im Kreis Gütersloh im Einsatz, um die Corona-Tests durchzuführen. Dabei ist die Schutzkleidung enorm wichtig.

DRK und Bundeswehr sind im Kreis Gütersloh im Einsatz, um die Corona-Tests durchzuführen. Dabei ist die Schutzkleidung enorm wichtig.

Foto: David Inderlied / dpa

Gladbeck.  Nach wie vor sind Helfer vom DRK Gladbeck im Kreis Gütersloh im Test-Einsatz. Mehr als 1000 Wohnstätten von Tönnies-Arbeitern werden aufgesucht.

Ehrenamtliche Einsatzkräfte vom DRK-Kreisverband Gladbeck sind nach wie vor im Kreis Gütersloh im Einsatz. Gemeinsam mit weiteren Corona-Testteams vom Roten Kreuz aus ganz NRW unternehmen sie dort alles, damit sich das Coronavirus nicht weiter ausbreitet.

Mehr als 1000 Wohnstätten von Mitarbeitern der Fleischfabrik Tönnies müssen aufgesucht werden

Bis zum Wochenende werden die Gladbecker wohl noch vor Ort sein. Mehr als 1000 Wohnstätten von Mitarbeitern der Tönnies-Fleischfabrik müssen aufgesucht werden. Die Arbeiter befinden sich alle in Quarantäne und müssen auf das Coronavirus getestet werden. Gemeinsam mit Einsatzkräften der anderen Hilfsorganisationen und der Bundeswehr bilden die ehrenamtlichen DRK-Helferinnen und Helfer mobile Einsatzteams.

Drei bis vier Personen bilden die zum Teil gemischten (militärisch und zivilen) Trupps, die aus militärischen und zivilen Einsatzkräften bestehen. Ihre Aufgabe besteht darin, die Tönnies-Beschäftigten zu überprüfen. Für den Corona-Test müssen vor Ort Abstriche von sämtlichen Hausbewohnern genommen werden. Eine weitere Aufgabe der Teams besteht darin, die Personalien aller Bewohnerinnen und Bewohner für einen Vergleich mit den vorliegenden Namenslisten festzuhalten. Diese Dokumentationspflichten übernehmen zwei Hilfskräfte, eine Einsatzkraft kümmert sich um den Abstrich. Ein Dolmetscher ist auch immer dabei, da viele Arbeiter und ihre Familien nur schlecht oder gar kein Deutsch sprechen.

Schutzanzug, Gesichtsvisier, Handschuhe: Gearbeitet wird unter vollem Infektionsschutz

Sämtliche Team-Mitglieder arbeiten dabei unter vollem Infektionsschutz - also mit Mundschutz, Gesichtsvisier, Schutzanzug und Handschuhen. Das war, so die Bilanz der Helfer aus Gladbeck, vor allem an den heißen Tagen in der vergangenen Woche eine echte Belastung. Alles zusammen brachte die Einsatzkräfte nicht selten an den Rand der Erschöpfung. Für die Helfer aus Gladbeck steht fest: „Ohne den ehrenamtlichen Einsatz vieler Helferinnen und Helfer des DRK wäre so eine Mammutaufgabe nicht durchzuführen. Dies zeigt auch, dass Ehrenamt in unserer Gesellschaft noch einen höheren Stellenwert einnehme sollte.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben