Corona-Krise

Corona: Wie der ZBG die Müllabfuhr aufrecht erhält

Bei der Müllentsorgung in Gladbeck sind derzeit vier Teams im Einsatz, die auf zwei Standorte verteilt sind, so der ZBG.

Bei der Müllentsorgung in Gladbeck sind derzeit vier Teams im Einsatz, die auf zwei Standorte verteilt sind, so der ZBG.

Foto: Oliver Mengedoht / www.oliver-mengedoht.de

Schutz vor dem Coronavirus: Damit die Müllabfuhr nicht ausfällt, unternimmt der ZBG in Gladbeck alles, damit Mitarbeiter sich nicht infizieren.

Noch läuft alles rund bei der Müllabfuhr des Zentralen Betriebshofs Gladbeck (ZBG). Restmüll-, Bio- und Papiertonnen werden geleert wie immer. Damit das auch in der Corona-Krisenzeit weiter funktioniert, müssen die Bürger allerdings ein paar Einschränkungen akzeptieren: Der Wertstoffhof an der Wilhelmstraße, an dem sonst unter anderem Sperrgut und Grünabfälle abgegeben werden können, bleibt weiter geschlossen.

Auf dem Wertstoffhof kann der Mindestabstand nicht eingehalten werden

„Wegen der beengten Verhältnisse dort lässt sich nicht sicherstellen, dass der erforderliche Mindestabstand von zwei Metern eingehalten werden kann.

Bei üblicherweise rund 7000 Kundenkontakten pro Monat besteht damit eine zu große Ansteckungsgefahr für Beschäftigte und Bürger“, teilt der ZBG mit. Herumgesprochen hat sich das noch nicht bei jedem. Immer noch fahren Leute mit vollgepackten Autos vor. Wegen der verschärften Vorschriften zur Eindämmung der Coronaviren-Ausbreitung nutzen viele, die zwangsweise zu Hause bleiben müssen, die Zeit, um Dachboden und Keller zu entrümpeln. Am Wertstoffhof werden sie von zwei Mitarbeitern freundlich, aber bestimmt abgewiesen. „Die meisten haben zum Glück Verständnis“, sagt Brigitte Köhler, Fachbereichsleiterin Abfallwirtschaft und Reinigung beim ZBG.

Die Verantwortlichen beim Zentralen Betriebshof haben weitere Vorkehrungen getroffen, damit ihre Mitarbeiter sich möglichst nicht infizieren und auch untereinander wenig Kontakt haben. Bei der Müllentsorgung sind derzeit vier Teams im Einsatz, die auf zwei Standorte verteilt sind. Sie starten um 6 und um 7 Uhr morgens.

„So soll sichergestellt werden, dass bei einem Krankheitsfall andere Kollegen einspringen können“, heißt es in der Mitteilung des ZBG. Wegen der aktuellen Lage fällt in diesem Frühjahr die Abfuhr von Baum- und Strauchschnitt aus. Brigitte Köhler: „Einiges kann man ja in der Biotonne entsorgen. Wir bitten die Bürger aber, sperriges Material im Garten zu belassen.“

Der Umweltbrummi fährt nicht - Sperrmüllabfuhr ist eingeschränkt

Der Umweltbrummi ist zurzeit auch nicht unterwegs, und die Sperrmüllabfuhr ist stark eingeschränkt.

„In dringenden Fällen, beispielsweise bei einem Umzug oder wenn nach einem Todesfall die Wohnung geräumt werden muss, kommen wir selbstverständlich nach telefonischer Terminabsprache. Aber die alten Sachen, die jahrelang im Keller standen, müssen ja nicht ausgerechnet jetzt entsorgt werden“, sagt die Fachfrau. Anders als zu „normalen“ Zeiten muss der ZBG einen Großteil der ungefähr 90 täglichen Anrufer, die nach einem Termin fragen, also auf später vertrösten.

Einen deutlichen Anstieg illegaler Müllentsorgung habe der ZBG als Folge der Einschränkungen bisher nicht registriert. Allerdings: „An den Glascontainer-Standorten, wo Bürger immer mal auch Pappe und Anderes ablegen, müssen unsere Leute jetzt auch ab und zu einen alten Stuhl mitnehmen.“ „Wir tun alles, um Leistungen für die öffentliche Daseinsvorsorge wie Abfallentsorgung und Bestattungen aufrecht zu erhalten“, begründet der ZBG die unvermeidlichen Einschränkungen.

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