Nächtlicher Überfall

Ehepaar zu Hause ausgeraubt - Täter sind immer noch flüchtig

Sechs vermummte Täter haben das Ehepaar Donnerstag gegen 1.40 Uhr in seinem Reihenhaus in Gladbeck überfallen. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Sechs vermummte Täter haben das Ehepaar Donnerstag gegen 1.40 Uhr in seinem Reihenhaus in Gladbeck überfallen. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Foto: WTV News

Gladbeck.   Kripo-Experten sichern Spuren in dem Reihenhaus in Gladbeck, befragen die Nachbarn. Sechs vermummte Männer hatten das Paar nachts überfallen.

Überfallen, bedroht ausgeraubt – und das in den eigenen vier Wänden. Eine absolute Horrorvorstellung. Einem Ehepaar aus Butendorf ist genau das am frühen Donnerstagmorgen widerfahren. Am Tag nach dem Geschehen laufen die Ermittlungen der Kriminalpolizei nach wie vor auf Hochtouren. Von den Tätern fehlt noch Spur.

Es war gegen 1.40 Uhr in der Früh, als es an der Haustür des Reihenhauses schellt, in dem das Ehepaar (58 und 62 Jahre alt) wohnt. Das Paar öffnet und ihm gegenüber stehen sechs schwarz gekleidete, vermummte Männer. Zumindest einer, so die Polizei, hat die Hausbewohner mit einer Schusswaffe bedroht.

Das geschockte Paar verriet sofort, wo es Geld und Wertgegenstände aufbewahrt

„Und dann haben die Opfer genau richtig reagiert“, sagt Polizeisprecherin Ramona Hörst. Nach Geld und Wertgegenständen befragt, geben die geschockten Eheleute sofort Auskunft, sagen den Tätern, wo im Haus sie die Dinge finden können.

„In so einer bedrohlichen Situation in die Konfrontation zu gehen, ist absolut falsch. Besser ist es auf jeden Fall, nicht auch noch Widerstand zu leisten“, warnt Hörst.

Die Täter rannten in Richtung Wielandstraße davon

Gefesselt, widerspricht die Polizeisprecherin anders lautenden Presseberichten, haben die Täter ihre Opfer aber nicht. Mit ihrer Beute rannten die Männer dann in Richtung Wielandstraße davon.

Kurz nach der Flucht alarmierte das geschockte Ehepaar dann auch die Polizei. Die Ermittler setzten sofort auch einen Hubschrauber ein, der mit Suchscheinwerfern die Umgebung im Umfeld des Reihenhauses absuchte – allerdings ohne Erfolg. „Unsere Hoffnung war, dass ein Pulk von flüchtenden Männern aus der Luft zu sehen sein würde“, so Hörst. Das war nicht so. Der nächtliche Hubschraubereinsatz aber, der war einigen Anwohnern durchaus aufgefallen, wie die Diskussion auf der Facebookseite der WAZ Gladbeck zum ersten Bericht über den Überfall auf das Ehepaar zeigt.

Die Männer haben mit deutschem Dialekt gesprochen

Die Täterbeschreibung, sagt Hörst, ist leider auch eher vage. Die sechs Männer sind alle ungefähr 1,70 bis 1,75 Meter groß und von eher schmaler Statur. Alle waren schwarz gekleidet und hatten Kapuzen auf oder das Gesicht mit Tüchern verdeckt. Gesprochen haben sie mit einem deutschen Dialekt. „Um die Uhrzeit ist auf den Straßen zwar nicht viel los, wir hoffen aber trotzdem auf Zeugenhinweise. Zeitungsboten zum Beispiel, könnten ja zu der Zeit unterwegs gewesen sein und etwas bemerkt haben“, so Hörst.

Im Haus des Ehepaares sicherten die Experten der Kriminalpolizei am Freitag noch Spuren, die jetzt ausgewertet werden müssen. Außerdem befragten die Ermittler Nachbarn und suchten auch das Umfeld nach möglichen Spuren ab. Nach Ansicht von Polizeisprecherin Ramona Hörst ist es eher ungewöhnlich, dass Einbrecher so bewusst den Kontakt mit den Hausbewohnern suchen. „Die meisten Einbrecher agieren lieber unbemerkt“, sagt Hörst. An so einen Überfall kann sie sich in Gladbeck nicht erinnern.

>> ZEUGEN BITTE MELDEN

  • Die Kriminalpolizei bittet mögliche Zeugen, sich unter der Rufnummer 0800/ 2361 111 zu melden.
  • Das Vorgehen der Täter bezeichnen die Ermittler als nicht typisch. Besonders in der dunklen Jahreszeit werden Einbrüche eher tagsüber begangen und in der Regel auch, wenn niemand zu Hause ist.
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