Einschulung

Erstklässler können ohne Schuleingangsuntersuchung starten

Seit März finden im Kreis Recklinghausen keine Schuleingangsuntersuchungen statt. Grund ist die Corona-Pandemie.

Seit März finden im Kreis Recklinghausen keine Schuleingangsuntersuchungen statt. Grund ist die Corona-Pandemie.

Foto: Kerstin Bögeholz / WAZ FotoPool

Gladbeck.  Aufgrund von Corona konnte die Schuleingangsuntersuchung lange nicht stattfinden. Daher sind Einschulungen in Gladbeck auch ohne sie möglich.

In diesem Jahr ist vieles anders. Aufgrund der Corona-Pandemie gilt das auch für die Schuleingangsuntersuchung, die jedes Kind normalerweise vor dem ersten Schultag an einer Grundschule absolviert. Seit März mussten die Untersuchungen im Kreis Recklinghausen ausgesetzt werden. Denn: Mitarbeiter des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes wurden im Gesundheitsamt zur Bekämpfung der Corona-Pandemie eingesetzt.

Aktuell findet zwar wieder an Untersuchungen statt, es werden aber nicht alle bis zum Schulstart am 12. August nachgeholt werden können, so der Kreis. „Wir haben uns mit dem Schulamt und den Grundschulen im Kreisgebiet darüber verständigt, dass Kinder auch ohne vorangegangene Untersuchung eingeschult werden“, erklärt Dr. Wiebke Selle, Ressortleiterin des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes beim Kreis Recklinghausen.

Die Schuleingangsuntersuchung kann auch nachgeholt werden

Ob eine Schuleingangsuntersuchung im Nachgang stattfinden wird, liegt im Ermessen der Schule. Diese würde nach Rücksprache mit den Eltern den Kinder- und Jugendgesundheitsdienst auffordern, die Untersuchung nachzuholen. „Darüber informieren wir alle Eltern in einem Brief“, so Selle.

Gleichzeitig wurden die Grundschulen gebeten, auf Auffälligkeiten zu achten. Sollten Lehrkräfte etwas bemerken, geht eine Rückmeldung an den Kinder- und Jugendgesundheitsdienst, der das Kind zur nachträglich Schuleingangsuntersuchung einlädt.

Auffälligkeiten beim Schulspiel sollen gemeldet werden

Gleiches gilt, wenn die Grundschulen bereits beim „Schulspiel“ für den Jahrgang 20/21 einen Anlass sehen, dass ein besonderes Auge auf ein Kind geworfen werden sollte. Das Schulspiel ist ein pädagogischer Vorschultest, bei dem Jungen und Mädchen spielerisch Stationen durchlaufen. Lehrer beobachten die Kinder dabei und sehen, inwieweit Eigenschaften wie Motorik, Wahrnehmung, Konzentration oder Sozialverhalten ausgeprägt sind.

Das Schulspiel findet bereits einige Zeit vor dem ersten Schultag statt. „Niemand weiß, wie sich die Corona-Situation entwickeln wird. Darum haben wir auch schon den nächsten I-Männchen-Jahrgang im Blick, der teilweise schon im November am Schulspiel der Grundschulen teilnehmen wird.“

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