Glassbooth

Glassbooth ist bei Heidelberger Theatertagen vertreten

Schauspieler Ulrich Penquitt und Alexandra Lowygina traten in der Vorstellung „Der Weibsteufel“ im Magazin der Künstlerin Susanne A. Schalz auf. Regie führte der Gladbecker Jens Dornheim.

Schauspieler Ulrich Penquitt und Alexandra Lowygina traten in der Vorstellung „Der Weibsteufel“ im Magazin der Künstlerin Susanne A. Schalz auf. Regie führte der Gladbecker Jens Dornheim.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Die Produktion „Der Weibsteufel“ des Ensembles Glassbooth ist für einen Preis nominiert. Der Gladbecker Jens Dornheim führte Regie.

Die Gladbecker Glassbooth-Produktion „Der Weibsteufel“ ist bei den diesjährigen Heidelberger Theatertagen – vom 6. bis 17. November – als eines von zehn Ensembles aus ganz Deutschland vertreten. Die Auszeichnung ist mit 1500 Euro dotiert.

Mit „Der Weibsteufel“ feierte das Ensemble Glassbooth 2018 sein 15-jähriges Bestehen. Aufgeführt wurde es im Magazin der Künstlerin Susanne A. Schalz.

Bei dem Stück handelt es sich um einen „Alpenkrimi“ aus dem Jahre 1915 nach Karl Schönherr. In der nominierten Version von Glassbooth ist die Handlung ins Ruhrgebiet zur Zeit nach dem Ersten Weltkrieg verlegt. Der Gladbecker Regisseur Jens Dornheim hat die mundartliche (bayerische) Textvorlage in raues Deutsch umgeschrieben. Die Figur der Frau ist in dieser Fassung eine russische Einwanderin. Korrespondierend zum Transfer der Handlung nimmt das Bühnenbild Bezüge zum deutschen Expressionismus der 1920er Jahre.

Zum 22. Mal hebt sich der Vorhang für die „Heidelberger Theatertage“. Ensembles aus dem gesamten deutschsprachigen Raum treten den Wettbewerb um den Theaterpreis, den die Veranstalter als Förderpreis verstehen, und den Wanderpokal „Heidelberger Puck“ an. Ein Hauptanliegen des jährlichen Festivals ist der Austausch und die Vernetzung zwischen den Theaterschaffenden. Durch die Vergabe des renommierten „Heidelberger Theaterpreises“ an die besten Produktionen des Jahres fördert die Veranstaltung herausragende Talente der Freien Theaterlandschaft.

Mit der Auszeichnung sollen innovative Produktionen gewürdigt werden, die durch Ideenreichtum, Originalität und handwerkliches Können überzeugen und dem freien Schauspiel neue Impulse geben. Die fünfköpfige Jury setzt sich aus Vertretern der regionalen Kulturlandschaft, des Freien Theaters, des Kulturamtes und der Universität zusammen.

Darüber hinaus soll das Festival ein Forum für neue Anregungen, Formen und Wege innerhalb der freien Szene bieten. Die Vielzahl der eingereichten Bewerbungen aus dem In- und Ausland bestätigt den Veranstaltern nach eigener Aussage „immer wieder die wachsende Bedeutung der Heidelberger Theatertage“.

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