Museum Wittringen

Liebe Worte statt roter Rosen: Lesung am Valentinstag

Sieglinde Nendza las aus „Hühnersuppe für die Seele“, ein Erzählband mit vielen kleinen Geschichten, die das Herz erwärmen.

Sieglinde Nendza las aus „Hühnersuppe für die Seele“, ein Erzählband mit vielen kleinen Geschichten, die das Herz erwärmen.

Foto: Lutz von Staegmann / FUNKE Foto Serivces

Gladbeck.  Mit einem Lesemarathon endet im Museum Gladbeck die Sonderausstellung „Die Große Liebe. Mehr als ein Gefühl“. Und das auch noch am Valentinstag.

Anstatt schöner Blumen gab es zum Abschluss liebe Worte, die von Herzen kommen. Am Valentinstag endete im städtischen Museum in Wittringen die Sonderausstellung „Die Große Liebe. Mehr als ein Gefühl“. Bei einem fünfstündigen Lesemarathon trugen Teilnehmer ihre Lieblingstexte mit ganz viel Liebe vor, während die Zuhörer innig lauschten.

Vor der Lesung noch ein letztes Mal die Ausstellung anschauen

Der Marathon beginnt um 13 Uhr. Sieglinde Nendza ist schon etwas früher zu Besuch im Museum. Ihre Lesung ist für 15 Uhr vorgesehen. Aber vorher möchte sie sich noch ein letztes Mal die Ausstellung anschauen. Ihr Buch hält sie dabei bereits in der Hand. „Hühnersuppe für die Seele“, ein Erzählband mit vielen kleinen Geschichten, die das Herz erwärmen. Daraus hat sie sich einen besonderen Text für den Lesemarathon ausgesucht: Der Titel lautet „Eine Geschichte zum Valentinstag“. „Ich dachte, das passt doch zum heutigen Tag“, sagt sie.

Andere Teilnehmer wählten Elke Heidenreich mit „Alles kein Zufall“, „Sophia oder Der Anfang aller Geschichten“ von Rafik Schami und Khalil Gibran mit „Der Prophet“. Museumsleiter Alexander Borchard ist ebenfalls bestens für die Lesung vorbereitet. Er hat sich für einige Stellen aus deutschen Klassikern entschieden wie Heinrich Bölls „Ansichten eines Clowns“, Max Fritschs „Homo Faber“ oder „Das fliegende Klassenzimmer“ von Erich Kästner.

Egal ob Roman, Gedicht oder Erzählung – es muss um die Liebe gehen

Die Vorlesezeit beträgt für jeden jeweils rund zehn Minuten. Vorab durften die Teilnehmer selber auswählen, was für Texte sie vortragen möchten. Ganz gleich, ob Roman, Gedicht oder Erzählung. Es gab nur eine Bedingung. „Es muss mit Liebe zu tun haben“, sagt Borchard. Seit dem 6. September letzten Jahres war das Museum in Gladbeck das Zentrum der Liebe. Alles drehte sich um das Schönste aller Gefühle. Die Liebe ist in ihrer Wahrnehmung ganz individuell und sehr vielschichtig, ebenso wie die Sonderausstellung.

Die mehr als 250 Exponate in vier Räumen reichten von Schallplatten, deren Lieder die Besitzer emotional berühren, über lieb gewonnene Gegenstände bis hin zu einem Schal von Schalke 04 sowie königsblauer Kutte eines Fans. „Ich bin sehr zufrieden“, zieht der Museumsleiter ein positives Fazit der Ausstellung. Die Veranstaltungen und öffentlichen Führungen wurden von den Besuchern angenommen. Die nächste Sonderausstellung ist bereits in Planung. Dann soll die Gladbecker Sportgeschichte gezeigt werden.

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