Orgeltage

Stars unter den Organisten ziehen in Gladbeck alle Register

Kantor Konrad Suttmeyer freut sich, dass sowohl Gladbecker Künstler als auch Organisten aus anderen Städten zu hören sein werden. Foto:Lutz von Staegmann

Kantor Konrad Suttmeyer freut sich, dass sowohl Gladbecker Künstler als auch Organisten aus anderen Städten zu hören sein werden. Foto:Lutz von Staegmann

Gladbeck.   Zu den Gladbecker Orgeltagen im September hat Gastgeber Konrad Suttmeyer wieder weltweit renommierte Virtuosen in die Lamberti-Kirche eingeladen.

Mit „allergrößter Freude“ hat Konrad Suttmeyer bereits so manchen international renommierten Star an den Tasten der Kirchenorgel in der Kirche von St. Lamberti präsentiert und dessen Spiel genossen. Und ebenso großes Vergnügen bereitete es dem Kantor, einige der Virtuosen erneut als Interpreten zu den Orgeltagen an den September-Sonntagen nach Gladbeck zu holen. Sein Motiv: Wiederhören macht Freude.

Sonntags vom 2. bis 30. September

So können sich Stamm-Besucher dieser Konzertreihe vom 2. bis 30. September auf Konzerte mit fast schon vertrauten Organisten freuen. Und wer die Gladbecker Orgeltage noch nicht kennt, macht vielleicht die eine oder andere musikalische Entdeckung – und wünscht sich, einen der Gäste irgendwann noch einmal live erleben zu können, wer weiß?


1Immer wieder ein Erlebnis sind die Auftritte von Wolfgang Seifen – „einer der weltweit angesehensten Improvisatoren“, so Suttmeyer. Der Vater der Gladbecker Orgeltage erläutert: „Er hat sich eine Form gegeben, in der er improvisiert.“ Und das gelingt dem Titularorganisten an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin so meisterhaft, dass das Auditorium tatsächlich den Eindruck gewinnt, es höre ein Stück von Johann Sebastian Bach, Robert Schumann oder Max Reger. Seifen spielt am 9. September ab 16 Uhr im katholischen Gotteshaus an der Horster Straße Stücke im Barockstil, im deutsch-romantischen und symphonischen Stil.


2Im Gegensatz zu Seifen, der schon mehrfach in Gladbeck zu hören war, ist der Auftritt von Paolo Oreni in St. Lamberti eine Premiere. Der gebürtige Mailänder hat für das Konzert am 2. September ab 20 Uhr Bachs Toccata, Werke von Mozart, Liszt und Widor sowie eine eigene Improvisation im Gepäck. Suttmeyer schwärmt: „Seine Technik ist blendend, seine Interpretationen bekommen durch diese Virtuosität eine besondere Aussage.“ Oreni an der Orgel zu beobachten, sei beeindruckend.

3Eine kurze Anreise hat am 16. September Thomas Pauschert. Der Gladbecker, Lehrer an der Waldorfschule, will seine Zuhörerschaft am 16. September ab 16 Uhr unter anderem mit Kompositionen von Bach und Froberger fesseln. Suttmeyer freut sich besonders auf die Mozart-Werke des Nachmittags: „Ich bin sicher, dass Pauschert die wunderbaren Flötenstimmen unserer Orgel besonders zur Geltung bringt.“

4Ebenfalls eine „Einheimische“ ist die Mezzosopranistin Mechthild Georg. „Sie kommt immer wieder nach Hause“, sagt Suttmeyer, der am 23. September mit der Sängerin auftritt. Beginn: 16 Uhr. Es erklingen Kompositionen von Widor, Fauré und Johannes Brahms’ „Vier ernste Gesänge für tiefe Singstimme und Orgel“. Der Kantor: „Die Werke beschäftigen sich mit Ende und Tod.“ Aber auch Gottvertrauen komme zum Ausdruck.

5Bereits zweimal gab in St. Lamberti ein Musiker ein Gastspiel, der international zur ersten Garde der Organisten zählt. Der Niederländer Ben van Oosten setzt sich am 30. September wieder an die Klais-Orgel. Er interpretiert Stücke von Rheinberger, Schumann und Reger. Und – wie sollte es bei einem Spezialisten für französische Orgelmusik auch sein – Kompositionen von Franck und Guilmant. „Extrem schwere Werke“, so Suttmeyer. Sein Tipp: „Worauf wir uns als Hörer besonders freuen dürfen, ist das Carillon de Westminster von Louis Vierne, das er in seiner Vielschichtigkeit darstellt.“

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