Stadtplanung

Tunnel hat bald ausgedient

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Gladbeck.  Die Zusagen der Deutschen Bahn zum Thema Ostgleise und Bahnhof Ost ermöglichen der Stadt unverhoffte städtebauliche Perspektiven für den Ostrand der City. Der Stadt schwebt in den nächsten Jahren eine neue Ordnung von Verkehr und Flächen im Bereich rund um den Oberhof vor.

Dazu sollen, erläutert Stadtbaurat Martin Harter, zwei Projekte des Innenstadtkonzeptes – Oberhof und Bahnhof Ost – zu einem städtebaulichen Wettbewerb zusammengefasst werden. Darüber will sich die Stadt Anregungen für eine umfassende Umgestaltung holen. Schon im September sollen im Planungsausschuss Weichenstellungen vorgenommen und die Ziele des Wettbewerbs formuliert werden.

Im 1. Quartal 2014, so Harter, soll dann der Wettbewerb durchgeführt werden, danach beginne der eigentliche Planungsprozess, weshalb frühestens 2015 mit Bauarbeiten gerechnet werden könne.

Eckpfeiler für die neue Vorgehensweise sind die Zusagen der Bahn. Wie bereits berichtet, hat die Bahn der Stadt zugesichert, einem ebenerdigen Übergang über die Ostgleise zuzustimmen. Das hat sich die Verwaltung nach Verhandlungen des Baudezernates mit der Zentrale von „DB Netz“ in Münster auch schriftlich geben lassen. Darin heißt es, dass die Errichtung eines Bahnübergangs in Höhe der Hochstraße /Am Sägewerk „genehmigungsfähig“ sei, berichtet Stadtpressesprecher Peter Breßer-Barnebeck. Dies würde den Tunnel im Zuge der Hochstraße überflüssig machen. Er würde aufgegeben. Der Übergang selbst müsse mit einer Schrankenanlage gesichert werden. Das habe sich die Bahn ausbedungen, so der Baurat. An der Finanzierung beteilige sich die Bahn nicht. Laut Breßer-Barnebeck ist mit Kosten im niedrigen sechsstelligen Bereich zu rechnen.

Die Verlagerung des Bahnsteigs Ost eröffnet laut Baurat neue, auch räumlich enge Möglichkeiten, Bushaltestellen und Bahnhaltepunkt zu kombinieren. Auch die Verkehrsführung der Grabenstraße – vor allem mit dem Blick auf eine Sicherung der Fußgänger beim Überqueren – müsse überdacht werden.

Auch die Verlegung des Bahn-Haltepunktes muss die Stadt wohl selbst finanzieren. SPD-Fraktionschef und MdL Michael Hübner schlug bereits vor, den Betrag aus unerwarteten Rückzahlungen des Landes zu decken. Rund 400 000 € soll die Verlegung kosten. Unbeziffert ist hingegen der Umbau des Busbahnhofes. Hübner begrüßt die angestrebte Komplettlösung, rät aber beim Thema Bahnübergang, die „Chance schnell zu ergreifen“. Überrascht von der Bahn-Zusage zeigte sich die CDU, hegt aber Skepsis, ob die Bahn dabei bleibt. „Wenn es klappt, Hut ab“, so Fraktionschef Fischbach.

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