Zugverkehr

Zugausfälle bei der NordWestBahn betreffen auch Gladbeck

Seit Anfang der Woche kommt es zu häufigen Zugausfällen der NordWestBahn auch im Bereich Gladbeck.

Foto: Oliver Mengedoht

Seit Anfang der Woche kommt es zu häufigen Zugausfällen der NordWestBahn auch im Bereich Gladbeck.

Gladbeck.   Seit einigen Tagen häufen sich Ausfälle der Nahverkehrszüge, insbesondere bei der RB 44. Betreiber:Grund sind ungewöhnlich viele Krankheitsfälle.

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Vergeblich warten manche Pendler in diesen Tagen am Bahnhof Gladbeck-West und in Zweckel auf ihren Zug. Denn bei der Nordwestbahn fallen seit Anfang der Woche häufiger Züge aus. Besonders betroffen ist die Regionalbahn 44, der „Dorstener“, der zwischen Oberhausen und Dorsten verkehrt und über Gladbeck-West und -Zweckel fährt. Er kommt verspätet oder gar nicht oder fährt nur alle zwei Stunden. Und die schlechte Nachricht ist: Die Situation wird sich in den nächsten Tagen nicht ändern, ist von der Pressestelle der Nordwestbahn zu erfahren. Auch am Freitag und Samstag wird die RB 44 teilweise ausfallen.

Auch kurzfristige Krankmeldungen wegen besonderer Vorfälle

Grund für die Ausfälle sei eine ungewöhnliche Häufung von Krankmeldungen von Lokführern, so dass der reguläre Bahnbetrieb in den Netzen Emscher-Münsterland und Niers-Rhein-Emscher nicht möglich sei. Diese Situation könne sich zudem Tag für Tag ändern, da die Ausfälle auch sehr kurzfristig eintreten könnten. Denn zu den über das übliche Maß hinausgehend vermehrten Krankmeldungen komme, dass Lokführer aufgrund von „gefährlichen Eingriffen Dritter in den Bahnverkehr“ kurzfristig nicht einsetzbar seien, heißt es in einer Pressemitteilung der Nordwestbahn. Gemeint sind damit Suizidfälle, nach denen Lokführer Zeit brauchen, um das Geschehen zu verarbeiten.

Es wird versucht, einen Ersatzverkehr mit Bussen zu organisieren

Um die Schichten trotz der Ausfälle besetzen zu können, holt das private Bahnunternehmen teilweise Mitarbeiter aus dem Urlaub zurück oder setzt Verwaltungskräfte ein, die eine Berechtigung zum Führen eines Triebwagens haben. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dennoch alle Zugleistungen und Schichten zu besetzen“, teilt Pressesprecher Steffen Högemann mit. Die Leitstelle sei rund um die Uhr besetzt. Teilweise wird auch versucht, einen Schienenersatzverkehr, also einen Bus, zu organisieren. Immer gelingt aber auch das nicht, bedauert das Unternehmen und bittet die Kunden, sich täglich auf der Homepage zu informieren.

Auch am Freitag fallen ab 15.30 Uhr neun Verbindungen der RB 44 aus. Er verkehrt nur im Zweistundentakt statt wie üblich stündlich. Von Oberhausen bis Gladbeck-West wird aber in den Ausfallzeiten ein Bus im Einsatz sein, so dass eine stündliche Verbindung gewährleistet ist. Dies gilt ebenso für die Gegenrichtung von Gladbeck-West nach Oberhausen in der Zeit von 16.27 Uhr bis 21. 27 Uhr. Der letzte Zug, der in Gladbeck-West normalerweise um 22.27 Uhr hält, fährt jedoch gar nicht. Am Samstagmorgen fallen acht Züge aus. Die RB 44 fährt von morgens bis mittags nur alle zwei Stunden.

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