Corona-Welle

Trotz der Gerüchte um Coronavirus: Kein Fall in Hagen belegt

Die Sorge vor einer Corona-Infektion treibt die Menschen auch in Hagen um – Atemschutzmasken sind in Hagens Apotheken bereits weitgehend ausverkauft.

Die Sorge vor einer Corona-Infektion treibt die Menschen auch in Hagen um – Atemschutzmasken sind in Hagens Apotheken bereits weitgehend ausverkauft.

Foto: Rouzbeh Fouladi / dpa

Hagen.  Trotz aller Gerüchte in sozialen Netzwerken: Die Behörden in Hagen betonen, dass es weiterhin kein erhöhtes Corona-Risiko in der Stadt gebe.

Die immer näher rückenden Fälle von Corona-Erkrankungen lässt die Verantwortlichen in Hagen noch nicht nervös werden. „Wir sind bestens vorbereitet“, versichert Stadtsprecher Michael Kaub. Am heutigen Donnerstag sitzen die Vertreter des Gesundheitsamtes, der Feuerwehr, des Katholischen Krankenhauses, des Krankenhauses Haspe, des Agaplesion Allgemeinen Krankenhauses Hagen und der Vamed Klinik Ambrock sowie Vertreter der Hausärzte erneut zusammen, um sich zur aktuellen Lage auszutauschen und mögliche weitere Maßnahmen zu diskutieren.

Und trotz aller Gerüchte, die bereits seit Mittwochmorgen in sozialen Netzwerken die Runde machen: Es gibt nach Angaben der Stadt keinen belegten Fall in Hagen.

Desinfektionsmittel werden knapp

In der Bürgerschaft ist es derweil mit der Gelassenheit vorbei: „Die Leute haben Angst, man merkt das“, berichtet Anja Beier, Sprecherin der Hagener Apothekerschaft. Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel seien bereits weitgehend ausverkauft. „Und der Großhandel hat aktuell Probleme, nachzuliefern.“ Dabei hält die Pharmazeutin einen Mundschutz tatsächlich nur bei jenen Personen für sinnvoll, die direkt mit Erkrankten umgehen. „Der viel kritischere Übertragungsweg sind die Hände“, rät Beier wie in jeder normalen Grippesaison zum regelmäßigen Händewaschen.

Nach Einschätzung der Fachleute in Hagen besteht derzeit keine konkrete Gefahr für die Bevölkerung. Wenn dennoch leichte Symptome – ähnlich einer beginnenden Erkältung – auftreten und Betroffene tatsächlich Kontakt zu einem Erkrankten hatten, sollen die Personen ihren Hausarzt erst einmal telefonisch kontaktieren und diesen erst nach Rücksprache aufsuchen.

Bei schweren Symptomen wie akuter Luftnot, anhaltend hohem Fieber über 39 Grad und einem allgemeinen Krankheitsgefühl sollen Patienten entsprechend zunächst telefonisch das Krankenhaus oder den Rettungsdienst kontaktieren und nicht sofort in die Notaufnahme fahren, um die Handlungsfähigkeit der Krankenhäuser nicht zu gefährden. Bei Fragen rund um das Coronavirus steht das Gesundheitsamt der Stadt Hagen montags bis donnerstags von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr sowie freitags von 9 bis 12 Uhr unter 207-3934 zur Verfügung.

Weitergehende Informationen gibt es auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts unter www.rki.de/faq-ncov und auf den Internetseiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter www.infektionsschutz.de

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