So arbeitet Hagen

Arbeiten in Hagen: Viel mehr Stellen, viel mehr Teilzeit

Das produzierende Gewerbe hat weiter hohe Bedeutung in Hagen, doch die Dienstleistungen bringen die meisten Jobs

Das produzierende Gewerbe hat weiter hohe Bedeutung in Hagen, doch die Dienstleistungen bringen die meisten Jobs

Foto: Michael Kleinrensing / WP Michael Kleinrensing

Hagen.  Die Dimensionen des Themas Arbeit in Hagen sind groß: In welchen Bereichen es die meisten Jobs gibt und wie hoch der Durchschnittsverdienst ist.

Bei diesem Thema können fast alle Hagener mitreden: Die, die derzeit aktiv im Arbeitsleben stehen. Die, die schon im Ruhestand sind. Die, die gerne arbeiten würden, aber keinen Job haben. Und auch die, die noch nicht arbeiten, aber auf der Suche nach dem Beruf ihres Lebens sind: „So arbeitet Hagen“ heißt in diesem Jahr die große Sommerserie der -Stadtredaktion.

Klassische Jobs und Exoten werden in Seie vorgestellt

In 41 Folgen stellen wir Hagener an ihren Arbeitsplätzen vor. Wir sprechen mit Chefs und Vorgesetzten über ihre Betriebe und Institutionen. Und wir stellen vor, wie die Ausbildung zu den jeweiligen Berufen aussieht – um gerade jungen Menschen Orientierung zu geben.

Ganz unterschiedliche Berufe kommen dabei vor: Mal wird im Freien gearbeitet, mal im Büro, mal in einer Produktionshalle und mal im Handwerksbetrieb. Selbstständige und Angestellte kommen vor, kleine und große Betriebe. Wir präsentieren klassische Jobs und „Exoten“. Es gibt eine große Bandbreite – und dennoch können wir nur einen Ausschnitt aus dem sehr großen Feld der Berufe und Arbeitsplätze in Hagen zeigen. Die Dimensionen der Arbeitswelt in Hagen sind gewaltig. Wir stellen einige Kernzahlen vor:

71.236 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gibt es in Hagen – das sind erheblich mehr als noch vor zehn Jahren, damals waren es nur 67.792 . Aktuell sind 39.195 Männer und 32.041 Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

52.099 Frauen und Männer arbeiten aktuell in Vollzeit. Das sind – trotz der des generellen Anstiegs der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten – rund 1000 weniger als noch vor zehn Jahren. Die Zahl der Menschen, die Teilzeit arbeiten, ist dagegen binnen zehn Jahren von 13.454 auf 19.137 gestiegen.

25.788 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sind zwischen 50 und 65 Jahre alt. Das sind stolze 8000 mehr als noch vor zehn Jahren, während die Zahl der Unter-25-Jährigen im Zehn-Jahres-Vergleich konstant geblieben ist.

17.271 Menschen in Hagen sind Geringbeschäftigte – das sind gut 1200 weniger als noch vor zehn Jahren. Allerdings: Heute arbeiten mehr Menschen als vor zehn Jahren im Nebenjob als geringfügig Beschäftigte --und weniger ausschließlich im Minijob.

10.234 Menschen waren im Juni 2019 arbeitslos. Die Arbeitslosenquote liegt bei 10,2 Prozent. Zuletzt waren die Zahlen in Hagen wieder gestiegen. Aber dennoch liegen sie weitaus geringer als noch vor zehn Jahren – und das bei insgesamt viel mehr Beschäftigten in ganz Hagen. Im Sommer 2009 gab es 11.698 Arbeitslose in Hagen und die Arbeitslosenquote lag bei 12 Prozent. Aktuell werden übrigens 2322 Arbeitslose durch die Arbeitsagentur betreut (Arbeitslosengeld) und 7912 durch das Jobcenter (Hartz IV).

51.617 Menschen arbeiten in Hagen im Dienstleistungsbereich. Er ist damit der mit Abstand größte Sektor geworden (72,5 Prozent). 19.585 Menschen arbeiten im produzierenden Gewerbe (27,5 Prozent). Und nur 34 – so jedenfalls die Statistik der Arbeitsagentur – als Angestellte im Bereich Land-, Forstwirtschaft und Fischerei. Vor zehn Jahren lag der Anteil des Dienstleistungsbereichs noch bei 70,5 Prozent, der des produzierenden Gewerbes bei 29,3 Prozent. Wir sind weiter auf dem Weg in eine Dienstleistungsgesellschaft.

3267 Euro brutto beträgt der monatliche Durchschnittsverdienst in Hagen. So jedenfalls die Zahl des Arbeitsmarktmonitors 2017, der die aktuellsten Zahlen liefert.

>> Hitliste: In welchen Bereiche es die meisten Stellen gibt

Die meisten Stellen in Hagen gibt es im Dienstleistungssektor. Schaut man auf die einzelnen Gruppen ergibt sich ein differenzierteres Bild. Das ist die „Hitliste“
1. Verarbeitendes Gewerbe: 22,2 % ,15.800 Beschäftigte

2. Metall-, Elektro- und Stahl: 18,5 %, 13.200 Beschäftigte

3. Handel, Reparatur Kfz: 13,8 %, 9800 Beschäftigte.

4. Gesundheitswesen: 9,0 %, 6390 Beschäftigte.

5. Heime und Sozialwesen: 8,3 Prozent, 5900 Beschäftigte

6. Verkehr und Lagerei: 8,2 %, 5849 Beschäftigte

7. Öffentliche Verwaltung, Anwälte, Sozialversicherung: 5,8%, 4100 Beschäftigte

8. Immobilien, technische Dienstl.: 5,1 %, 3600 Beschäftigte.

9. Erziehung und Unterricht: 4,7 %, 3300 Beschäftigte

10. Sonstige Dienstl., Private Hauhalte: 4,4 %, 3100 Besch.

12. Baugewerbe : 4,0 %, 2879 Beschäftigte

13. Zeitarbeitsfirmen: 3,9 %, 2700 Beschäftigte

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