Corona in Breckerfeld

Wie die "Brothers Breckerfeld" die Krise überstehen

Lars Gräfe und Denis Lippok (von links) haben sich mit ihrem Foodtruck einen Traum erfüllt (Info: Dieses Bild ist vor der Corona-Krise entstanden). 

Lars Gräfe und Denis Lippok (von links) haben sich mit ihrem Foodtruck einen Traum erfüllt (Info: Dieses Bild ist vor der Corona-Krise entstanden). 

Foto: Jens Stubbe / WP

Breckerfeld  Auch für die "Brothers Breckerfeld" war es ein schwieriges Jahr. Immerhin: Einmal monatlich gibt es jetzt Burger aus dem Truck.

2020 war kein leichtes Jahr für die Gastronomen. Für die allermeisten war es katastrophal. Monatelang waren die Türen zu. Und noch ist kein Ende in Sicht. Auch für die "Brothers-Breckerfeld", alias Lars Gräfe und Denis Lippok, war es nicht leicht. „Wir werden mit unserem Burger-Food-Truck ja hauptsächlich für Veranstaltungen wie Hochzeiten, Jubiläen oder Firmenfeiern weit über die Stadtgrenzen hinaus gebucht. Das fiel ab März eigentlich alles aus“, sagt Lars Gräfe. Aber die Breckerfelder Freunde haben Glück: Sie leben beide nicht hauptberuflich vom Burger-Geschäft. Aber die Kosten laufen weiter. Die Hallenmiete. Versicherungen. Aber die Freunde wollten ihre Idee auf keinen Fall aufgeben.

Ihr Glück: Sie können zumindest zum Teil weiter verkaufen. „Unser Angebot ist ja mobil“, erklärt Gräfe. Einmal im Monat verkaufen die Freunde deswegen aktuell die Burger aus dem umgebauten Pferdeanhänger auf dem Parkplatz von „Auto Ritter“ in zentraler Lage in der Hansestadt. „Es läuft allerdings alles nur über Vorbestellung. Die Breckerfelder und die Menschen aus der Umgebung können online auf unserer Seite dann einen Termin buchen.“ Im Fünf-Minuten-Takt gehen rund 140 Burger dann über die Theke - natürlich unter Coronabedingungen mit Maske und Abstandsregeln. Die Resonanz ist super.

Termine in kurzer Zeit ausgebucht

„Alle Termine sind meistens innerhalb von ein bis zwei Tagen ausgebucht“, erinnert sich der burger-begeisterte Breckerfelder an die Verkaufsaktionen der letzten Monate, die immer um die dreieinhalb Stunden dauern.

„Der Verkauf über Vorbestellung läuft komplett auf Vertrauensbasis. Wir müssen einfach darauf hoffen, dass die Leute das Essen auch wirklich abholen. Sonst ist es für die Tonne“, sagt Lars Gräfe, der gemeinsam mit Denis Lippok einkauft, in der Vorbereitungsküche die Saucen zubereitet und das Fleisch frisch beim Metzger holt. Im Truck werden die Gerichte dann frisch zubereitet. Und bis jetzt sei es aber tatsächlich nur ein einziges Mal vorgekommen, dass jemand nicht zum Abholen der Bestellung erschienen ist – „und dabei handelte es sich um ein Missverständnis“.

Konzept stößt auf tolle Resonanz

Dass ihr Konzept so gut ankommt und dass die Unterstützung der Breckerfelder so groß ist, damit hätten beide nicht gerechnet. Die Freude darüber ist deswegen umso größer. „Unser Food-Truck ist ja ursprünglich mehr als ,Schnaps-Idee' an einer Pommesbude entstanden. Mittlerweile machen wir das seit drei Jahren – und es läuft super.“ Und auch wenn Corona ein Dämpfer ist und für beide finanzielle Ausfälle bedeutet: Anfragen kommen trotzdem noch rein.

„Es wird sicherlich auch in diesem Jahr auch noch einige Absagen geben“, sind sich beide darüber bewusst, dass Corona noch weitere Auswirkungen auf ihren Verkauf haben wird. Aber dennoch blicken sie optimistisch in die Zukunft: „Der Zusammenhalt hier in Breckerfeld ist einfach toll. Deswegen wollen wir die Idee auch in Zukunft auf keinen Fall aufgeben.“

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