Hagener Straßen

Dicker Aufschlag: Alle Straßen in der Geweke werden saniert

Die Geweke aus der Luft: Die Straßenzüge im Ortsteil sollen alle saniert werden.

Die Geweke aus der Luft: Die Straßenzüge im Ortsteil sollen alle saniert werden.

Foto: Hans Blossey

Haspe.   Ein kompletter Hagener Ortsteil profitiert vom Straßenbau. In der Geweke werden alle Straßen neu gemacht. Und es tut sich noch mehr in Haspe.

Die Anwohner der Geweke können sich darauf freuen, dass in den nächsten Jahren die Straßen des gesamten Hasper Wohnquartiers grundlegend saniert und zeitgemäß ausgebaut werden. Das ist das Ergebnis eines Koordinierungsgespräches, an dem neben Vertretern der städtischen Bauverwaltung auch der Wirtschaftsbetrieb Hagen sowie Enervie teilgenommen haben. Dabei waren sich alle Beteiligten einig, dass sowohl die Straße „In der Geweke“ als auch „Roderberg“, „Am Lilienbaum“ und „Am Birkenwäldchen“ erneuert werden müssen. In einem zweiten Abschnitt soll – je nach Entwicklung rund um das Eisenwerk Geweke – auch noch der Abschnitt zwischen „Im Lilienbaum“ und der Buswende angegangen werden. Für die Haushaltsplanungen 2020/21 werden bereits die ersten Mittel bereitgestellt.

Allerdings machte der Hasper Bezirksbürgermeister Dietmar Thieser in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung deutlich, dass mit ersten Bautätigkeiten sicherlich nicht vor 2022 zu rechnen sei: „Bislang gibt es ja noch nicht einmal eine Ausbauplanung.“ Gleichzeitig versicherte Thieser, dass alle Details – ähnlich wie bei der Sanierung der Detmolder Straße – zuvor in ausführlichen Bürgerversammlungen mit den Anwohnern erörtert würden. Bis dahin dürfte auch Klarheit bestehen, inwieweit sich die Anlieger in Zukunft an den entstehenden Kosten einer solchen Grundsanierung beteiligen müssen.

Tour soll künftig günstiger sein

Außerdem bemüht sich die Bezirksvertretung darum, die Busverbindung zwischen Evangelischem Krankenhaus und dem Hasper Friedhof sowie dem Hasper Zentrum in eine Kurzstreckenverbindung zu verwandeln. Bislang wird für die Strecke, die vorzugsweise von älteren Bürgern genutzt wird, ein Fahrpreis von 2,80 Euro aufgerufen, künftig soll diese Tour für 1,70 Euro zu haben sein. Zwar verweist die Hagener Straßenbahn AG darauf, dass das VRR-Tarifrecht eine andere Lösung nicht zulasse, es sei denn einer der bestehenden Haltepunkte werde eingezogen. Die Bezirkspolitiker forderten das Verkehrsunternehmen auf, dennoch an dieser Stelle kreativ zu werden, zumal mit dem bevorstehenden Ausbau der Parkflächen rund um das Krankenhaus während der Bauphase mit zusätzlichem Parkdruck zu rechnen sei.

Das letzte Wort ist auch noch nicht zu dem neuen Kreisverkehr auf der Tückingstraße gesprochen. Dieser hatte den Zweck, den Verkehrsstrom auf dem Verbindungsstück zwischen Haspe und Vorhalle einzubremsen. Doch zurzeit rauschen die meisten Verkehrsteilnehmer einfach geradeaus über die gepflasterte Fläche hinweg. Daher soll jetzt noch einmal überprüft werden, die Mittelinsel ein wenig anzuheben, um die Autos zum korrekten Ausfahren des Kreisels zu zwingen. Gleichzeitig stellte die Bezirksvertretung 800 Euro zur Verfügung, um mit einem zusätzlichen Piktogramm auf dem Asphalt das Durchfahrtsverbot für Lkw jenseits der 7,5 Tonnen zu unterstreichen. Ähnliches werden die Kollegen aus dem Hagener Norden auf Vorhaller Seite initiieren. Allerdings hegt Bezirksbürgermeister Thieser erhebliche Zweifel am Erfolg dieser Maßnahme: „Durchgeknallte Lkw-Fahrer mit veralteten Navis werden wir nie stoppen – die landen ja sogar auf dem Wanderweg entlang der Hasper Talsperre.“

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