Chemieunfall

Giftalarm: Eine Schülerin muss im Krankenhaus bleiben

Viele Einsatzkräfte am Anne-Frank-Gymnaisum.

Viele Einsatzkräfte am Anne-Frank-Gymnaisum.

Foto: Privat

Breckerfeld.  Nach dem Chemieunfall am Anne-Frank-Gymnasium muss mindestens eine Schülerin weiterhin in der Klinik bleiben. Die Ursachenforschung geht weiter.

Von den sechs Mädchen, die nach dem Chemieunfall am Anne-Frank-Gymnasium in Halver ins Krankenhaus eingeliefert worden, muss mindestens eines bis morgen in der Klinik bleiben. Das teilte die Polizei des Märkischen Kreises mit. Ob die anderen fünf Schülerinnen nach Hause entlassen werden können, solle nach einer ärztlichen Visite entschieden werden.

Die Mädchen waren wegen Reizungen der Atemwege und der Augen in Krankenhäuser nach Lüdenscheid, Schwelm und Meinerzhagen transportiert worden. Rund 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdiensten befanden sich am Mittwoch an der Schule, weil nach einem Vorfall in einem naturwissenschaftlichen Raum ABC-Alarm ausgelöst worden war. Welche Substanz dort ausgetreten ist, wird derzeit von Experten analysiert.

Polizeilich versiegelt

Der Gebäudeteil, in dem sich der Vorfall ereignete, wurde geräumt, die Zimmer sind polizeilich versiegelt. Die betroffenen Schüler mussten in der Turnhalle unter Verwendung von Neutralseife duschen, ihre Anziehsachen wurden verpackt, die Feuerwehr stellte Ersatzkleidung zur Verfügung.

Das Hauptgebäude der Schule war von dem Vorfall nicht betroffen. Dort findet am Donnerstag wie gewohnt der Unterricht statt. Das Anne-Frank-Gymnasium wird auch von zahlreichen Kindern und Jugendlichen aus Breckerfeld besucht.

Schulleiter Paul Meurer wandte sich am Donnerstag erneut per Mailbrief an die Eltern und teilte mit, es sei wieder Normalität an der Schule eingekehrt: „Wir wünschen den Schülern, die zur Sicherheit noch im Krankenhaus sind oder waren, gute Besserung. Wir können ebenfalls mitteilen, dass am gestrigen Tag kein kritischer Zustand bei einer Person bestand.“

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