Schule

Hagen hat zu wenig Leute für die Untersuchung der i-Männchen

Nicht alle Hagener 1700 i-Männchen sind im Rahmen einer Schuleingangsuntersuchung unter die Lupe genommen worden.

Nicht alle Hagener 1700 i-Männchen sind im Rahmen einer Schuleingangsuntersuchung unter die Lupe genommen worden.

Foto: Caroline Seidel / dpa

Hagen.  Nicht alle i-Männchen 2019 sich durch eine Einschulungsuntersuchung gegangen. Der Stadt Hagen fehlt dafür das ausreichende Personal.

Wenn am kommenden Donnerstag etwa 1700 Hagener i-Männchen zum ersten Mal in die Grundschulen strömen, sind längst nicht alle von ihnen durch eine amtliche Einschulungsuntersuchung gegangen. Hintergrund ist fehlendes medizinisches Personal bei der Stadtverwaltung: „Die personelle Situation ist sehr angespannt“, bestätigt Sprecherin Clara Berwe.

Ursprünglich war die Verwaltung angesichts der Geburtenzahlen im Jahr 2013 davon ausgegangen, dass etwa 1500 Mädchen und Jungen nach den Sommerferien in der ersten Klasse starten. Allerdings hat sich aufgrund des Flüchtlings- und EU-Zuwanderer-Zustroms deren Zahl inzwischen auf über 1700 Kinder erhöht. Eine Steigerung, die mit dem vorhandenen Personal für die Schuleingangsuntersuchungen nicht bewältigt werden konnte.

Eltern ignorieren Einladungen

Teilweise kommen die Eltern der Aufforderung zu dem Test auch gar nicht nach, selbst eine zweite persönlich zugestellte Einladung wurde in diesem Jahr von etwa 300 Eltern ignoriert. Dennoch können auch diese Kinder an ihrem ersten Schultag in den Klassenräumen Platz nehmen. Allerdings haben die Lehrer hier einen besonders wachen Blick, ob die Schultauglichkeit tatsächlich gegeben ist. Stadtsprecherin Berwe betont, dass Kinder, die während ihrer Kita-Zeit schon aufgrund von Entwicklungsdefiziten aufgefallen sind, bei den Schuluntersuchungen bevorzugt unter die Lupe genommen wurden. Sollten bei weiteren Kindern während der ersten Schulwochen noch Mängel auftauchen, können Untersuchungen durch die Schulbehörde nachgeholt werden.

Die FDP-Ratsfraktion hat das Thema auf die Tagesordnung der August-Sitzung des Rates gesetzt.

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